«Messeveranstalter müssen sich ins Erlebnisgeschäft entwickeln»

Coople setzt sich gezielt damit auseinander, was die modernen Bedürfnisse zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer für flexible Arbeit sind. Das neue Arbeitsmodell macht sie zu einer Alternative. Viktor Calabrò, Gründer Coople Schweiz, im Interview.

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Expodata: Was ist flexibles Arbeiten? Welche Transformation steckt dahinter?

Viktor Calabrò: Wir sehen flexible Arbeit als holistischen Ansatz. Es geht nicht mehr darum, die Arbeit als treibendes Element für das Leben zu definieren. Sondern umgekehrt wird das Leben der dominante Indikator, wie ich meine Arbeit gestalten will. Aber es gibt viele Themen, die Arbeitnehmer davon abhalten, temporär zu arbeiten, weil Flexibilität eine negative Konnotation erhält. Man könnte unseren Ansatz so beschreiben: Wir entwickeln flexible Arbeit ohne Nebenwirkungen.

 

Wie kann man Messen transformieren? Ist das überhaupt erwünscht? Und wer würde davon profitieren? Was ist Ihre Botschaft an die Live-Kommunikationsindustrie?

Es geht nicht primär darum, alles zu digitalisieren. Digitalisierung allein ist kein Mehrwert, sondern die richtige Brücke zu finden zwischen digital und offline. In Zukunft gehe ich genau gleich an eine Messe wie ins Kino, sie ist eine andere Form der Unterhaltung, der Verkauf ist vollständig im Hintergrund. Messeveranstalter werden eine Entwicklung machen müssen vom Immobilien- ins Erlebnisgeschäft. 

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So geht modernes Arbeiten bei Coople

 

Werden Sie persönlich auch in fünf Jahren als Besucher auf Messen gehen? Oder sogar als Aussteller mit Coople? 

Ich kann mir Livepräsenz in einem Sponsoringkontext vorstellen. Erlebnisse, indem wir Kunden zum Ereignis einladen. Das sind Settings, an denen Emotionen entstehen und so mit einer Marke verbunden werden. Hier geht es nicht mehr um Kulissenschieberei, sondern darum, eine Story rund um eine Marke zu gestalten. Für uns hiess das: Freeride = Freiheit. Bei Coople kann man in einem solchen Umfeld arbeiten, anstatt einfach auf dem Bau Zementsäcke zu schleppen. 

 

Eine ausführliche Version des Interviews kann in der Expodata Live Kommunikation-Printausgabe vom 11. April 2019 gelesen werden.