«Wir versuchen die Quadratmeter-Zahlen der grössten Aussteller etwas zu reduzieren»

Worte des CEOs der Messe Düsseldorf Werner Matthias Dornscheidt (Bild). Der Grund: Die K Düsseldorf ist voll, sie platzt mit 3200 Ausstellern auf 300‘000 Brutto-Quadratmetern (Netto: 175‘000 Quadratmetern) aus allen Nähten und kann keine zusätzlichen Aussteller aufnehmen. Auf der Welt gibt es 140 sogenannte Weltleitmessen oder einfach Leitmessen.

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Leitmessen sind die weltweite Nummer Eins Messe in ihrer Branche. Die meisten von ihnen finden in Deutschland statt, allein 24 in Düsseldorf. Hier treffen sich, anders als an vielen Messen, die Vorstände der jeweiligen Industrien, weil sie hier gute Geschäfte machen. Das ist der Grund, weshalb Leitmessen auch als «Jahrmarkt der Eitelkeiten» bezeichnet werden. 

Die starke Position der deutschen und der Düsseldorfer Messen steht laufend auf dem Prüfstand. Werner Matthias Dornscheidt: «Die Benchmark ist: Wie gut ist die Qualität der Besucher? Wenn die nicht stimmt, sind wir schnell weg vom Fenster.» Auf der K sind 97 Prozent der BesucherInnen Entscheidungsträger. «Das gibt es auf keiner anderen Messe in Düsseldorf», sagt Werner Matthias Dornscheidt.

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Innovationstreiber von Megatrends

Die globalen Megatrends verlangen nach neuen Denkanstössen der Industrie. Auf der K werden die Aussteller ihre Antworten auf diese Herausforderungen präsentieren. Die hohe Qualität der MessebesucherInnen treibt die Innovationen. Das führt dazu, dass nirgendwo auf der Welt die Fülle an Weltpremieren aus der Kunststoffindustrie so hoch ist. Die K findet alle drei Jahre statt, was dem Innovationszyklus der Branche entspricht.

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Gesellschaftliche Verantwortung

Messen nehmen auch eine gesellschaftlich prägende Rolle ein. Im Umfeld der K hat die Kunststoff produzierende Industrie die Initiative zur Vermeidung von Plastikabfällen www.endplasticwaste.org gegründet mit einem Etat von 1.5 Milliarden Euro.

90 Prozent der Plastikabfälle im Meer stammt aus 10 Flüssen dieser Welt. 8 davon befinden sich in China, 2 in Afrika. Hier will Endplasticwaste ansetzen.

Aus der Düsseldorfer Messe Interpack stammt die Initiative mit der Weltgesundheitsorganisation WHO «Save Food», mit der Lebensmittel durch bessere Verpackung länger haltbar gemacht werden. 30 Prozent der Lebensmittel verderben, das meiste davon durch mangelnde Haltbarkeit. 

Zur K vom 16. - 23. Oktober 2019 werden 240‘000 BesucherInnen aus 150 Ländern kommen, davon 4000 aus der Schweiz, im Vergleich dazu 5000 aus China oder 14‘000 aus Indien. Die Schweiz wird mit 92 Ausstellern vertreten sein, Dow Chemical allein auf einer Standfläche von 3000 Quadratmetern. Die internationale Fachwelt gab der K 2016 Bestnoten.