Olma Messen: Weichenstellung für die Zukunft

Wofür? Um im nationalen Messewettbewerb wettbewerbsfähig zu bleiben. 163 Millionen Franken werden in die neue Halle 1 investiert. Sie wird zum Aufbruch für die Region Ostschweiz.

OLMA Halle

Die Ostschweiz freut sich, die Presse lobt, der Stimmbürger ist zufrieden. Die geplante neue Messehalle 1 über die Autobahn wird zum Identifikationsobjekt für die Region. Sie soll als spektakulärer Bau, ähnlich dem mondänen Palexpo in Genf, über die Autobahn A1 gebaut und im 2024 eröffnet werden.

Mit dieser neuen Halle werden die Olma Messen St. Gallen ihre Position im nationalen Messewettbewerb stärken, Platzprobleme für die Flaggschiffmessn «OLMA» sowie die Tier&Technik beseitigen und dem Publikum den so nachgefragten Komfort für den Messe- und Kongressbesuch liefern.

10’000 BesucherInnen, Kapazität für 80 Prozent der Fachmessen und die meisten Fachevents  in der Schweiz, trägt die neue Messehalle 1 und sie wird die Olma Messen St. Gallen in die Infrastruktur-Spitzenliga der schweizerischen Messewirtschaft hieven. Die Halle 1 wird die grösste säulenfreie Messe- und Eventhalle in der Deutschschweiz und ein Juwel im umkämpften Messe- und Eventmarkt der Schweiz. Wenn die Halle 1 im 2024 steht, können auch Kongresse parallel durchgeführt werden.

Olma Messen Halle 1 innen

Das war einmalig: Die Bevölkerung der Stadt St. Gallen stimmte am 4. März 2018 mit einem erdrutschartigen Ja-Anteil von 72 Prozent Ja für einen Kredit von 18 Millionen Franken. Im Februar 2018 hatte der Kantonsrat einen Kredit von 12 Millionen Franken gesprochen. Das Gesamtprojekt Halle 1 beläuft sich auf rund 121 Millionen Franken, inklusive der 42 Millionen Franken teuren Autobahnüberdeckung auf total 163 Millionen Franken.

30 Millionen werden von Stadt und Kanton St. Gallen finanziert, der Rest von 133 Millionen Franken einem Bankkredit von 100 Millionen. 33 Millionen kommen aus dem Cash Flow der Olma Messen St. Gallen. Das ist möglich, weil die Olma Messen finanziell hervorragend aufgestellt und schuldenfrei ist und bis heute keine Bankkredite ausstehen. Im Vergleich kostete das Messezentrum in Zürich im 1998 104,9 Millionen Franken, das in Basel 450 Millionen Franken, das Palexpo in Genf lag mit seinem sukzessivem Aus- und Weiterbau in ähnlichen Dimensionen wie Basel.

Olma Messen Halle 1 Ansicht Messeplatz

Den Olma Messen St. Gallen läuft es gut. Im Geschäftsjahr 2018 wurden zwölf Messen, davon neun Eigen- und drei Gastmessen, sowie drei Eigenveranstaltungen mit Co-Organisatoren sowie 125 weitere Veranstaltungen wie Kongresse, Tagungen, Konzerte und Festanlässe durchgeführt. Der Umsatz im 2018 lag bei 30,6 Millionen Franken. Das Jahresergebnis präsentiert sich mit einem Cashflow von 8,6 Millionen Franken erfolgreich, liegt jedoch leicht unter Vorjahr. Der Geschäftsbereich CongressEvents St.Gallen verzeichnete bei der Anzahl Veranstaltungen eine Steigerung um erfreuliche 16 Porzent, was einen Rekord bedeutet. Die positiven Entscheide der Stadtsanktgaller Stimmberechtigten und des St.Galler Kantonsrats für die beantragten Finanzierungsbeiträge waren Meilensteine auf dem Weg zur Realisierung des Projekts «Olma-Neuland».

Bei den Olma Messen St. Gallen St. Gallen ticken die Uhren anders: Im Gegensatz zu den gestrichenen Publikumsmessen in Basel, Zürich und Lausanne der MCH Group sind der Flaggschiffevent OLMA und die Frühlingsmesse OFFA ein Erfolg mit stabilen Besucherzahlen, die OLMA mit der atemberaubenden Zahl von 350'000 BesucherInnen pro Jahr und vollen Zügen von der Deutschweiz nach St. Gallen ein unerreichtes Phänomen. Zwar ist die Einstellung der Automesse nach der letzten Austragung im November 2018 ein Wehrmutstropfen. Aber sie könnte schon bald mit der neu lancierten «Bierprobier» im September 2019 aufgewogen werden. Der Unterhalt von Messehallen ist ein teures Geschäft, sie wollen betrieben werden. Mit Anlässen. Auch das läuft gut. CongressEvents St. Gallen hat im 2018 mit 125 Events ein Rekordergebnis erzielt.