Keine Überraschung: Adunic in Nüssli integriert

Es hat sich seit Monaten abgezeichnet, jetzt wurde es bekannt gegeben: Das weltweit bekannte Unternehmen für temporären Gerüstbau auf Olympischen Spielen, Weltausstellungen und Hospitalityanlässen, Nüssli hat Adunic übernommen.

Mark Breitenmoser

Co-CEO Mark Breitenmoser (Bild oben): «Mit dem Zusammenschluss der beiden weltweit führenden Unternehmen im Premium Segment für temporäre Bauten haben wir einmaliges Know How unter unserem Firmendach vereint.»

Der Grund für die Wiederintegration von Adunic in Nüssli: Adunic war ein Spin-Off von ehemaligen Nüssli-Mitarbeitenden. Das Angebot und das Können war identisch, was dazu führte, dass an Pitches statt nur Nüssli zwei Unternehmen teilnahmen und sich preislich gegenseitig unterboten. Auch von da her ist der Zusammenschluss keine grosse Überraschung. Zu den neuen Besitzverhältnissen macht Nüssli Adunic keine Angaben.

Nüssli ist eine weltberühmte Marke, auf der ganzen Welt kennt man den berühmten Schriftzug auf Gerüstbauten an Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften, Pavillons usw. Da ist es folgerichtig, dass im neuen Markennamen «NÜSSLI» grossgeschrieben ist und Adunic in normaler Schrift. Das bedeutet der Fortsatz Adunic wird wohl irgendwann wieder preisgegeben, damit die angestammte Marke Nüssli wieder im Zentrum steht. Der ehemalige Nüssli CEO und spätere Gründer und CEO von Adunic, Andreas Böckli, ist aus der neuen Firma ausgeschieden. Desgleichen ist der frühere Nüssli CEO Martin Messner bereits Ende 2017 bei Nüssli ausgeschieden.

Die Integration von verschiedenen Unternehmenskulturen, die Geschichte hat es gelehrt, nimmt Zeit und Energie in Anspruch. Das ist, wie man hört, beim neuen Verbund nicht anders. Nüssli Adunic wird sich in den nächsten Monaten auf sich selbst konzentrieren müssen, um nach Abgängen und Entlassungen Know How im Unternehmen zu behalten und Kundennähe wieder herzustellen.

Für verwandte Branchen, etwas Messebauunternehmen, sind das gute Nachrichten, weil Nüssli hier bisher kaum Fuss fassen konnte und unter den neuen Bedingungen dafür kaum die Kraft aufbringen wird. In diesem Zusammenhang wird es interessant sein zu verfolgen, was mit dem deutschen Unternehmen Ambrosius passiert, das Nüssli vor einigen Jahren übernommen hatte, und das jeweils den Grosskunden Mercedes-Benz auf der IAA in Frankfurt betreute. 

Nüssli Adunic hat seine neue Webpage Nussli-adunic.com lanciert.