Thomson Reuters verdient mehr als erwartet

Der Nachrichten- und Datenanbieter Thomson Reuters blickt nach überraschend guten Geschäften im Sommer etwas optimistischer in die Zukunft. Im Gesamtjahr werde nun voraussichtlich das obere Ende der Gewinnprognose erreicht, erklärte der Konzern am Mittwoch.

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Im abgelaufenen dritten Quartal stieg der Nettogewinn um gut ein Fünftel auf 348 Millionen Dollar und übertraf damit die Markterwartungen. Das war allerdings auch einem ausserordentlichen Verkaufserlös geschuldet.

Der Umsatz legte – Währungseffekte herausgerechnet – um ein Prozent auf 2,79 Milliarden Dollar zu. Hier hatten Analysten mehr erwartet. Nach den Worten von Vorstandschef Jim Smith ist Thomson Reuters aber auf gutem Wege, weiter an Fahrt zu gewinnen. Der Umbau der vergangenen Jahre zahle sich aus, die Margen verbesserten sich.

Im wichtigen Geschäft mit Finanzmarktkunden, in dem Thomson Reuters vor allem mit Bloomberg konkurriert, gab es zuletzt mehr Terminal-Verkäufe als Kündigungen – ein wichtiges Indiz für künftiges Wachstum. Das Geschäft ist seit der Finanzkrise branchenweit unter Druck, weil viele Banken, die zu den Kunden zählen, selbst auf Sparkurs sind.

Thomson Reuters war 2008 aus der Übernahme der britischen Nachrichtenagentur Reuters durch den kanadischen Informationsanbieter Thomson entstanden. (SDA)

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