Allgemeinbildung für Autoprofis

Fachzeitschriften Eine Drehscheibe für die Autobranche will Auto & Wirtschaft werden. Das Monatsmagazin wird im März lanciert.

Fachzeitschriften Eine Drehscheibe für die Autobranche will Auto & Wirtschaft werden. Das Monatsmagazin wird im März lanciert.
Wer mit der Autobranche in Kontakt kommen will, soll an Auto & Wirtschaft nicht vorbeikommen. Dieses Ziel hat sich Stefan Furler gesetzt. Furler ist Chefredaktor der neuen Fachzeitschrift, die zum Genfer Automobilsalon Anfang März erstmals erscheint. Die Schweizer Autobranche zählt rund 20000 Betriebe und 280000 Mitarbeitende. Sie alle sind Zielgruppe von Auto & Wirtschaft. Jeder, der beruflich irgendwie mit Autos zu tun habe, sei angesprochen, sagt Furler. Damit stehe das Monatsmagazin konkurrenzlos im Lesermarkt: Bisher gebe es nur Publikationen für Teilbranchen und Partikularinteressen. Der neue Titel ist als neutrale Drehscheibe für die ganze Branche gedacht.
Was Auto & Wirtschaft seinen Lesern anbietet, nennt Furler «automotive Allgemeinbildung». Wichtige wirtschaftliche und technische Entwicklungen sollen lesbar und aufs Wesentliche konzentriert vermittelt werden. «So viel wie nötig, um mitreden zu können, aber so wenig wie möglich, ohne zu simplifizieren», umschreibt Furler das Konzept. Das Motto des Magazins sei «Service, Service, Service».
Dafür sorgt ein Team erfahrener Autojournalisten. Furler selbst schrieb zuvor für diverse Tamedia-Publikationen. Stefan Donat ist Geschäftsführer von Autobild Schweiz, Peter T. Kläntschi Sekretär des Autojournalistenverbands SVAJ. Roland Christen, Moderator der französischen Ausgabe von «Motorshow TCS» (Ringier-TV), sorgt für die Westschweizer Komponente. Seine Beiträge sind französisch; daneben werden auch wichtige deutsche Artikel mit einer zusammenfassenden Übersetzung versehen.
Keine direkte Konkurrenz
Mit dem Anspruch, als neutrale Plattform die ganze Branche zu bedienen, mag Auto & Wirtschaft allein im Lesermarkt stehen. Im Anzeigenmarkt liegen die Dinge anders. «Natürlich wird der Werbekuchen durch unseren Markteintritt nicht grösser», weiss Stefan Furler. Neue Titel knabbern am Umsatz der Etablierten. Auto & Wirtschaft betrachte aber keines der bestehenden Blätter als direkten Kontrahenten, betont der Chefredaktor: «Wir wollen niemanden kaputtmachen.»
Die bisherige Resonanz im Werbemarkt schätzt Furler als sehr gut ein. Die Erstausgabe wird mit 40 redaktionellen und 20 Anzeigenseiten erscheinen. Doch Furler ist sich bewusst, dass dieser Erfolg nicht überschätzt werden darf. Ob Auto & Wirtschaft wirklich der Titel wird, in welchem jeder Autoprofi über sich lesen möchte, müsse das Magazin erst beweisen. «Wir sind jetzt neu und die Erwartungen sind gross. Die Nagelprobe kommt erst noch.»
Austria-ConnectionAuto & Wirtschaft ist als reine Business-to-Business-Publikation nur im Abonnement erhältlich. Der Verlag strebt 6500 Abonnenten an. Herausgeber ist der Österreicher Helmuth Lederer, dem auch die Internet-Autoplattform Car4you gehört. Car4you-Geschäftsführer Roger Dal Santo übernimmt auch die Leitung der Auto & Wirtschaft Verlag AG. Zwischen dem Magazin und der Onlineplattform ist ein Datenaustausch geplant.
Vorbild für Auto & Wirtschaft ist die österreichische Zeitschrift gleichen Namens. Sie erscheint bereits seit rund 15 Jahren. Helmuth Lederer hat sie im vergangenen Jahr gekauft und umgestaltet. Für die Schweizer Ausgabe wurde das Konzept laut Chefredaktor Stefan Furler «helvetisiert». (sm)
Die Erstausgabe der neuen Monatszeitschrift Auto & Wirtschaft erscheint im März mit 40 redaktionellen Seiten.
Stefan Furler
Stefano Monachesi

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