Twitter verschärft Regeln gegen Hasskommentare

Der Kurznachrichtendienst Twitter geht schärfer gegen Inhalte vor, die sich gegen Religionsgemeinschaften richten. So sollen künftig Nachrichten gelöscht werden, in denen religiöse Gruppen mit Ungeziefer und ansteckenden Krankheiten verglichen oder auf andere Art und Weise massiv beleidigt werden.

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Das teilte die Sicherheitsabteilung von Twitter am Dienstag in einem Blogpost mit. Das Hauptaugenmerk liege auf der Bekämpfung der Risiken, denen Menschen offline in der realen Welt ausgesetzt seien. «Die Forschung hat gezeigt, dass die Entmenschlichung der Sprache dieses Risiko erhöht.»

Deshalb will Twitter Ausdrucksweisen unterbinden, die andere Menschen wegen ihrer Religionszugehörigkeit «entmenschlichen». Twitter will laut eigener Aussage künftig in einer klareren Sprache kommunizieren und Beispiele für Regelverletzungen aufführen. Auch ein gründlicherer Schulungsprozess sei entwickelt worden.

Twitter geht seit gut einem Jahr verschärft gegen aggressive Nutzer vor. Im Mai 2018 kündigte das Netzwerk an, mit Hilfe einer breiteren Verhaltensanalyse vorzugehen, statt nur einzelnen Beiträgen hinterherzujagen. Das Vorgehen ist aber umstritten.

Betroffene Störenfriede werfen Twitter Zensur vor. Gleichzeitig sieht sich Twitter Vorwürfen ausgesetzt, nicht entschieden genug Hasskommentare zu unterbinden. (SDA)