Ambri Top, ZSC Flop: Die etwas andere Eishockey-Rangliste

Mit dem Social Hockey Score (SHS) misst PRfact neu die Relevanz der Schweizer Eishockeyclubs im Social Web.

Eishockey

Eishockey-Fans kennen derzeit vor allem ein Thema, denn die Playoffs und Playouts sind in vollem Gange. Die Community in den Sozialen Medien wird von alle Clubs gepflegt. Aber: Ist die Ranglistenposition oder die Grösse des Clubs auch ein Garant für Erfolg im Social Web? In der Qualifikationsphase hat PRfact die Swiss National League Clubs in den sozialen Medien auf Herz und Nieren analysiert.

Eines vorweg: Sportlicher Erfolg oder Misserfolg in der Zeit bis zu den Playoffs beziehungsweise -outs spiegelt sich grundsätzlich in der Social Web Performance. Ein paar Überraschungen gab es aber. Zum Beispiel bei den ZSC Lions: Als grösster Hockey Club in Europa vermögen die Zürcher ihre grosse Fangemeinde nicht in Zählbares auf die sozialen Kanäle zu bringen. Ganz anders bei dem vor der Saison gehandelten Abstiegskandidaten HC Ambri Piotta, welcher nicht nur auf dem Eis das Tessin beherrschte, sondern auch die Analyse mit dem höchsten Score und als Meister im Social Web abschliesst.

 

Die kleinen Clubs haben im Social Web aktivere Fans

Allgemein differenziert sich der Content auf den Social Web Kanälen aller National League Hockey Clubs nur unwesentlich. Spielszenen und Spieler-Interviews dominieren. Eigene Formate sind nur bedingt anzutreffen – und finden dann offenbar in der Community wenig Anklang. Facebook und Instagram werden mehrheitlich mit identischem Content bespielt. «Das ist schade, denn so liegt viel Potential von Social Media brach», analysiert Dino Ceccato, Director Digital bei PRfact.

Die Agentur stellt fest, dass bei den kleineren Clubs die Identifizierung und Fan-Begeisterung höher ist als bei den Grösseren. Auffallend ist, dass die hinteren Ranking-Regionen – bis auf den HC Lausanne auf dem 4. Platz – mehrheitlich von Klubs aus der Romandie belegt werden. Insbesondere Fribourg Gottéron und Servette-Genf schneiden schlecht ab, lösen bei ihrer Community wenig Resonanz aus und erreichen kaum neue Fans. Clubs generieren auf der Trendplattform Instagram deutlich mehr Wachstum und Engagement als auf Facebook. Egal mit welcher Community-Grösse. «Dies wiederspiegelt die allgemeine Entwicklung im Social Web», bestätigt Dino Ceccato.

SHC Ranking
SHC Wachstum

Über den SHS

Als Analysezeitraum diente die gesamte Qualifikationsphase der Saison 2018/19. Für die Berechnung des Scores wurden die einzelnen Social Media Profile (Facebook & Instagram) der Klubs analysiert und bewertet. Dabei wurde berücksichtigt, wie viele Fans oder Follower das Profil aufweist. Dann wurde berechnet, wie der Club Zuwachs in der Community zu generieren vermag. Zudem wurde noch die Resonanz bei den Fans ausgewertet und für jeden Account eine Interaktionsrate berechnet. Für den Vergleich untereinander sind diese drei Kennzahlen anschliessend zu einem eigenen Score, dem Social Hockey Score (SHS) zusammengefügt worden.