Microspot.ch hält sich aus dem Modegeschäft raus

Der Onlinehändler hat sein Sortiment erheblich erweitert. Den Mode-Sektor lässt man jedoch unangetastet.

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Microspot.ch will als Siroop-Nachfolger zum Onlinewarenhaus werden. Nach dem Sortimentsausbau, der im vergangenen Jahr begann, erfolgte kürzlich ein umfassender Relaunch (Werbewoche.ch berichtete)

Während man in den meisten Non-Food-Bereichen aufrüstet und das heute 300'000 Artikel umfassende Sortiment bis Ende Jahr verdoppeln will, lässt man von einem Sektor vorerst die Finger: der Mode. 

Gegenüber der Handelszeitung erklärt CEO Pierre Wenger, wieso: «Wir schliessen zurzeit Textil und Schuhe aus, weil es heute schon sehr kompetitive Online-Player gibt. Da können wir gegenwärtig keinen Mehrwert bieten.»

Gemeint dürfte damit nicht nur der mächtige Mode-Marktführer Zalando sein, sondern auch der Schweizer Onlinehandels-Primus Digitec Galaxus, der längst ein umfassendes Mode- und Schuhsortiment anbietet. Dabei handelt es sich um einen lukrativen Sektor: Bereits 20 Prozent aller Schuhe und Kleider wurden in der Schweiz laut GfK/VSV 2018 online bestellt.

Microspot will hingegen lieber in anderen Bereich zulegen – nicht nur, was die Sortimentsbreite betrifft. Mittelfristig setzt man laut Wenger darauf, Lieferungen zeitgenauer anzusetzen und zusätzliche Dienstleistungen anzubieten, etwa einen Montageservice für Elektronik und Möbel.