Diese fünf Trends bringt das Jahr 2019 im Bereich Künstliche Intelligenz

Pegasystems, Anbieter von strategischen Software-Lösungen, zeigt, in welche Richtung die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) gehen wird und welche Trends das Jahr 2019 prägen werden.

1. Künstliche Intelligenz und Empathie 

Der Schwerpunkt von KI wird sich hin zur Empathie verlagern, denn die «kalte analytische Intelligenz» reicht für eine wirklich verbraucherorientierte KI nicht mehr aus. Kunden wollen als Individuen betrachtet werden und nicht nur als Kundendatensätze. Für KI-Anbieter ergibt sich somit die Aufgabe, die Technologie stärker mit emotionaler Intelligenz und Empathie auszustatten, sprich sie zu «humanisieren».

 

2. Real Time Interaction Management (RTIM)

Das Real Time Interaction Management (RTIM) erreicht einen Wendepunkt: Die Early Adopters von KI im RTIM-Umfeld können die Renditen ihrer Investitionen massiv steigern. Infolgedessen werden auch die Unternehmen, die bisher zurückhaltend agiert haben, ihre Skepsis ablegen und RTIM nutzen – und damit zu einem signifikanten RTIM-Wachstum beitragen. Nur wenn ein Unternehmen ein KI-gestütztes RTIM für das Customer Engagement einsetzt, wird es seine Wettbewerbsfähigkeit behalten. 

 

3. Customer Value Officer 

Im Kundenbeziehungsmanagement muss die KI-Nutzung sowohl dem Unternehmen als auch dem Kunden zugutekommen. Aber wessen Verantwortung ist es, dafür zu sorgen, dass es geschieht? An diesem Punkt kommt der Customer Value Officer ins Spiel. Er wird sich als wichtiges Bindeglied erweisen, um die Bedürfnisse und Interessen eines Kunden einerseits und die Geschäftsziele des Unternehmens andererseits in Einklang zu bringen. Customer Value Officer benötigen für diesen Balanceakt eine KI, die kontinuierlich den Geschäftswert optimiert – unter Einbezug von Produkten, Kanälen und Funktionen wie Vertrieb und Service. 

 

4. KI und Datenschutz 

Unternehmen werden den KI-Einsatz verstärkt im Kontext der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sehen müssen. Das heisst: Sie müssen die Art und Weise überprüfen, wie sie KI nutzen. Auf der einen Seite kann die KI eine Blackbox sein, die mit erlernten Vorurteilen überfrachtet ist; auf der anderen Seite kann sie ein reibungsloses, personalisiertes Customer Engagement fördern. Im Zuge verschärfter Vorschriften und steigender Kundenanforderungen müssen Unternehmen künftig KI-Urteile und -Entscheidungen kontrollieren und regulieren können, um Datenschutzkonformität sicherzustellen. 

 

5. KI-getriebene App-Entwicklung 

Im Low-Code-Konzept können Experten aus Fachabteilungen auch dann an der Software-Erstellung mitarbeiten, wenn sie über kein spezifisches Programmier-Know-how verfügen. Der nächste Evolutionsschritt ist die KI-gesteuerte App-Entwicklung. Gemeint sind Anwendungen, die sich ohne jeglichen menschlichen Einfluss selbst entwickeln. Die KI-getriebene App-Entwicklung geht über die Low-Code-Entwicklung hinaus und erstellt Software, indem sie Probleme selbst identifiziert und Lösungen automatisch generiert. Bei effektiver Implementierung kann die KI Ineffizienzmuster erkennen und Software schreiben, ohne mit Fachanwendern oder IT-Abteilungen zu interagieren.