Das Leben geht weiter – zumindest für die meisten

Amnesty International holt in Schweden Sabrinas Welthit «Boys» aus der Mottenkiste – mit einem ernsten Hintergrund.

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Dass nur ein geringer Prozentsatz aller gemeldeten Sexualstraftaten am Ende zu einem Gerichtsverfahren führen, ist vermutlich überall auf der Welt so. In Schweden sind es laut Amnesty International gerade mal 7 Prozent. Der Rest wird fallengelassen. Aus Mangel an Beweisen oder zig anderen Gründen, die dazu führen können, dass ein Täter sich am Ende nicht vor dem Richter, sondern in seinem alten Leben wiederfindet. Auch wenn nicht jeder vermeintliche Täter schuldig ist – die Dunkelziffer von unaufgeklärten und ungesühnten Sexualstraftaten dürfte hoch sein.

Der Stockholmer Agenturverbund Reform Act unterlegt die Tatsache, dass für die meisten Sexualstraftäter das Leben weitergeht, als wäre nichts gewesen, mit Sabrinas 80er-Jahre-Kulthit «Boys». Und beruft sich dabei auf den Fakt, dass 97 Prozent aller vermeintlichen Täter männlich sind – eine minime Verallgemeinerung ist also durchaus angebracht.

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