Heilsarmee und Thjnk Zürich setzen kreatives Zeichen gegen Obdachlosigkeit

In einer künstlerisch inszenierten OOH-Aktion auf öffentlichen Plätzen in Zürich und Bern machten die Heilsarmee Schweiz und die Zürcher Agentur Thjnk gemeinsam auf die Problematik obdachloser Menschen in der Schweiz aufmerksam. Ein Film dokumentiert die Aktion.

(Bilder: Heilsarmee Schweiz/Timon Flükiger)

Mit «Homeless Cardboards» wollte die Heilsarmee auf eine unkonventionelle Art sichtbar machen, was oft übersehen wird oder nicht wahrgenommen werden will – Obdachlosigkeit in der reichen Schweiz. Ein Duo aus einer Künstlerin und einem Künstler verarbeitete Altkarton, der zuvor auf den Strassen und Plätzen eingesammelt wurde, zu überdimensionalen Skulpturen. Diese Gebilde stellten obdachlose Menschen dar, die sich Verpackungsmaterial wie Karton nicht selten als Übernachtungsunterlage zu Nutze machen. Die Aktion wurde in einem Film dokumentiert, um auch audiovisuell auf die Problematik hinzuweisen.

Altkarton-Standorte wurden zur Bühne

Die Skulpturen wurden an Orten platziert, an denen auch der übliche Altkarton stand. Dort sollten sie die Aufmerksamkeit der Passant:innen gewinnen und auf die Herausforderungen rund um das Thema hinweisen. Mit einem Beistell-Schild wurde die Aktion erklärt und zum Spenden zugunsten von obdachlosen Menschen aufgerufen.

Simon Bucher, Mediensprecher der Heilsarmee, betont, dass die Bekämpfung der Obdachlosigkeit in der Schweiz für die Heilsarmee ein zentrales Anliegen sei. «Wir sind bereit, auch einmal etwas unkonventionell auf dieses wichtige Thema hinzuweisen.» Er hebt hervor, dass in den Durchgangs- und Wohneinrichtungen der Heilsarmee eine starke und nachhaltige Zunahme von Menschen feststellbar sei, welche die Angebote des Werks in Anspruch nehmen würden. Im Bewusstsein dessen habe sich die Heilsarmee entschieden, die «Homeless Cardboards»-Aktion gemeinsam mit Thjnk durchzuführen.

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