Männer.ch und Art.i.schock werben für soziale Berufe

Die Geschlechterbalance in den sozialen Berufen soll verbessert werden. Eine neue Kampagne will den Männeranteil erhöhen, indem Botschafter als Rollenvorbilder auftreten. Dafür sollen potenziell interessierte und geeignete Männer angesprochen werden. Konzipiert und umgesetzt wurde sie von der Zürcher Agentur Art.i.schock.

Männer sind vor allem in jenen Branchen und Bereichen untervertreten, die an und mit Menschen arbeiten – also insbesondere in den sozialen Berufen. Gleichzeitig profitieren Klient:innen von ausgeglichenen und heterogenen Teams am meisten. Die Untervertretung ist volkswirtschaftlich wie auch bildungs- und gleichstellungspolitisch – also in Bezug auf Fachkräftemangel und Chancengleichheit – problematisch.

Die zweisprachige Kampagne «Männer in soziale Berufe» will dies ändern und Männer motivieren, in soziale Berufe ein- beziehungsweise umzusteigen. Dabei werden Männer auf eine Weise gezeigt, die dem traditionellen Bild entspricht. Die Headlines «nervenstark und zeitgemäss», «tatkräftig und einfühlsam» sowie «charakterfest und vielseitig» zeigen die Bandbreite auf, die ein Mann im sozialen Bereich abdeckt, vom herkömmlichen Männerattribut bis zum – scheinbaren – Bruch damit.

Die Agentur konnte dafür Botschafter aus den verschiedensten Bereichen der sozialen Berufe, verschiedenen Alters und mit unterschiedlicher Herkunft für eine Mitarbeit gewinnen. Sie sind auf der Website vertreten, absolvieren Live-Auftritte und treten auf Instagram und Facebook in Erscheinung. Weiter sind mehrere Infoveranstaltungen für interessierte Männer an Höheren Fachschulen geplant. Der Agentur zufolge bestätigt ein grosses Interesse unter Fachpersonen die Relevanz des Themas.

Koordiniert wird die Kampagne vom Dachverband der Schweizer Männer- & Väterorganisationen Männer.ch, gemeinsam mit der Fachkonferenz Soziale Arbeit der Fachhochschulen Schweiz SASSA und der Schweizerischen Plattform der Ausbildungen im Sozialbereich SPAS. Die Kampagne wird unterstützt und evaluiert vom Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann. Konzeption und Umsetzung stammen von Art.i.schock.


Verantwortlich bei Maenner.ch: Lu Decurtins (Projektleiter). Verantwortlich bei Art.i.schock: Gregor Koller (Konzept, Beratung), Yasmin Kim Cilasin (Grafik), Sam Loosli (Grafik).

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