Eine Ehe auf Augenhöhe

BlueGlass | Team Farner ist seit Januar Teil der Farner-Familie. m&k war am Helvetiaplatz, wo die Digital-Marketing-Agentur mit 45 Mitarbeitenden auf zwei Stockwerken agiert. Unabhängig und doch verbunden, so entsteht eine Win-win-Situation. Vor allem die Kunden profitieren.

Die Geschäftsleitung von BlueGlass | Team Farner (v.l.n.r.): Nicole Treipl, Anna-Lena Wohlschlag und Christoph Emch.
Die Geschäftsleitung von BlueGlass | Team Farner: Nicole Treipl, Anna-Lena Wohlschlag und Christoph Emch (v.l.n.r.).

Eigentlich hatte BlueGlass | Team Farner gar nicht vor, zu heiraten. Aber wie das Leben manchmal spielt, ist die Digital-Marketing-Agentur seit diesem Jahr den Bund fürs Leben eingegangen.

In den letzten 15 Jahren ist BlueGlass | Team Farner organisch gewachsen, abgesehen von zwei Zukäufen, die die Agentur getätigt hat. Anna-Lena Wohlschlag und Nicole Treipl sind schon lange dabei, sie haben als Praktikantinnen angefangen. Anna-Lena vor acht Jahren, jetzt ist sie Managing Director. Nicole kam vor elf Jahren zur Agentur, ihre Funktion ist Director SEO & Content Marketing. «Als ich anfing, waren wir zu fünft», sagt Nicole Treipl. Inzwischen zählt BlueGlass | Team Farner 45 Mitarbeitende. Die beiden Frauen bildeten zusammen mit dem ehemaligen CEO Raphael Bienz in den letzten Jahren die Geschäftsleitung. Er sitzt inzwischen in der Geschäftsleitung von Team Farner und ist als Chief Digital Officer ein Bindeglied im täglichen Business. Dies auch für die anderen drei Digital-Agenturen, die Team Farner geheiratet hat: Jim &Jim, SEMSEA und Yoveo. Anna-Lena Wohlschlag, Nicole Treipl und neu Christoph Emch sind jetzt das Trio an der Spitze von BlueGlass | Team Farner.

«Wir haben uns drei Monate Zeit gelassen, um uns wirklich kennenzulernen und zu schauen, ob wir zueinander passen.»

Christoph Emch war acht Jahre bei Farner, bevor er zur Geschäftsleitung von BlueGlass wechselte. «Wir haben uns drei Monate Zeit gelassen, um uns wirklich kennenzulernen und zu schauen, ob wir zueinander passen», sagt Anna-Lena. Die Chemie stimmte, die Wertevorstellungen auch. Seit April ist es amtlich. Emch wird als wertvolles Neumitglied in der Geschäftsleitung wahrgenommen. Er kennt Farner von innen heraus, kann also auch bei Diskussionen die Perspektive des Ehepartners beisteuern.

Anna-Lena Wohlschlag, Managing Director und Teil der Geschäftsleitung von BlueGlass | Team Farner.
Anna-Lena Wohlschlag, Managing Director und Teil der Geschäftsleitung von BlueGlass | Team Farner.

«Diese Hochzeit bringt allen etwas»

Die Themen, die in der Geschäftsleitung besprochen werden, sind vielfältig. Es geht um Marktentwicklung, Personalentwicklung, Marketinginvestitionen. Aber auch um Employer Branding. Fachkräftemangel ist bei BlueGlass | Team Farner ein Thema – zumindest bei manchen Profilen. Das Team ist eher jung und kann dadurch mit viel Digital-Native-Expertise überzeugen. Man begegnet sich auf Augenhöhe, die Agentur pflegt flache Hierarchien. Alle an Bord werden motiviert, mitzugestalten. Und wie steht es mit dem Gender-Gap, der gerade in Digitalagenturen oft noch ausgeprägt ist? Wohlschlag lacht. «Wir haben mehr Frauen als Männer, aber das schreiben wir uns nicht auf die Fahne.» Das habe sich seit den Anfängen so ergeben, man stelle nicht nach Geschlecht ein, sondern nach Qualifikation. Und wenn das dabei herauskomme, sei das natürlich gut und nah am Zeitgeist.

«Diese Hochzeit soll allen etwas bringen», sagt Christoph Emch. Team Farner schärft seine Expertise im Digitalbereich, BlueGlass | Team Farner kann auf breite Kommunikationskompetenz und spezifische Branchenexpertise zurückgreifen. Aber sehr wichtig ist allen im Raum, dass sich die Mitarbeitenden von BlueGlass | Team Farner weiterentwickeln können. Und das im gesamten Farner-Universum. «Wir sind ein grosses und auch internationales Team. Da kommt so viel Inspiration zusammen, dass man eher Sorge haben muss, dass man nicht alles mitbekommt. Wir sind am Puls», fasst es Emch zusammen. Mit Daniel Jörg hat Team Farner einen Chief Innovation Officer, der sich darum kümmert, dass alle im Team immer einen Schritt voraus sind. «Wir können es uns nicht leisten, stillzustehen», sagt Wohlschlag.

Team Farner ist nun breit aufgestellt. War Farner schon vorher die grösste Kommunikationsagentur der Schweiz, ist sie nun ein wahres Schwergewicht. Gerade hat Farner International noch Lansons gekauft, eine Reputationsmanagementfirma aus Grossbritannien. Team Farner möchte aber auf keinen Fall als Netzwerkgruppe verstanden werden. «Wir sind eine zusammenarbeitende Allianz, das ist etwas ganz anderes als ein Netzwerk, die Verbindung zwischen uns ist tiefer und enger», fasst Christoph Emch zusammen.

Christoph Emch, Director Client Success und Teil der Geschäftsleitung von BlueGlass | Team Farner.
Christoph Emch, Director Client Success und Teil der Geschäftsleitung von BlueGlass | Team Farner.

Eigenständigkeit, trotz Ehe

Und doch sind die Team-Members in sich unabhängig, haben nach wie vor eigene Kunden, können schnell agieren, sind also wie Schnellboote in geschützter See. BlueGlass | Team Farner ist nun aber zusätzlich zu der Arbeit mit bestehenden Kunden auch Teil neuer Projekte, zu denen die Agentur vorher keinen Zugang hatte, die Mitarbeitenden können auf einen Pool an Knowledge zugreifen, können vermehrt integrierte Leistungen anbieten. Die Kunden haben nun die Möglichkeit, mit ihrem Kommunikationsprojekt von Anfang an die Expertise aller Units an einem Tisch vereint zu haben. Das sehen alle drei als grossen Vorteil. «Komplexe Herausforderungen von Unternehmen lösen wir interdisziplinär, das ist die Vision», sagt Nicole Treipl. Und Anna-Lena Wohlschlag fügt hinzu: «Wir haben kein Interesse, Dinge bei uns zu halten. Wenn Jim & Jim | Team Farner für ein Projekt zielführenderen Content erstellen kann, geben wir es gerne ab, wenn Yoveo | Team Farner noch eine Videokampagne beisteuern kann, unbedingt, sie gehören alle mit an den Tisch.»

Nicole Treipl, Director SEO & Content Marketing und Teil der Geschäftsleitung von BlueGlass | Team Farner.
Nicole Treipl, Director SEO & Content Marketing und Teil der Geschäftsleitung von BlueGlass | Team Farner.

Zukunftspläne

Die Ehe mit Team Farner ist noch in der Honeymoon-Phase, aber alle drei denken natürlich auch weiter. An die Zeiten, wenn sich dieser Verbund im Alltag bewähren muss, wenn erste Schwierigkeiten entstehen, die Beziehung vielleicht sogar mal auf die Probe gestellt wird. Für Anna-Lena Wohlschlag, Nicole Treipl und Christoph Emch stehen die Mitarbeitenden immer an erster Stelle. Die Work-Life-Balance ist ein grosses Thema. Christoph Emch wünscht sich, dass er mit dazu beitragen kann, die Agenturlandschaft dahin zu bringen, dass Familie und Job zusammenkommen. Bei BlueGlass | Team Farner gibt es viele Eltern, dieses Potenzial dürfe man nicht verlieren, sagt er.

«BlueGlass ist nun aber zusätzlich zu der Arbeit mit bestehenden Kunden auch Teil neuer Projekte, zu denen die Agentur vorher keinen Zugang hatte.»

Anna-Lena Wohlschlag ist es wichtig, dass die Arbeit allen Spass macht, dass jede:r gerne kommt, sich gesehen fühlt und ausleben kann. Sie ergreift Möglichkeiten, treibt Dinge voran, immer da, wo sie Potenzial sieht.

Für Nicole Treipl bringen Veränderungen auch immer Chancen. Nebst zufriedenen Kunden sei das Wichtigste das Team und der starke Team Spirit, daher freut sie sich, wenn die Samen, die gemeinsam gepflanzt wurden, reifen und Früchte tragen.

Und gibt es Herausforderungen, werden die drei sie sicher konstruktiv diskutieren und zusammen mit dem Team durchstehen. Wie es sich für eine gute Ehe gehört.


«Der Expertise-Mix von Team Farner ist einzigartig»

Nachgefragt bei Raphael Bienz, Partner und Chief Digital Officer von Farner | Team Farner. 

Anna Kohler: Welche Strategie verfolgt die Geschäftsleitung mit Team Farner?

Raphael Bienz: Unternehmen und Organisationen stehen heute vor gewaltigen Herausforderungen – und viele davon kann man mit kommunikativen Strategien lösen, beispielsweise in den Bereichen Digitalisierung, ESG, Inklusion, Datenschutz oder Stakeholder-Engagement. Wir haben unsere Dienstleistungen so vervollständigt, dass wir unseren Kund:innen über unseren einzigartigen Expertise-Mix in sämtlichen relevanten Themenkreisen zur Seite stehen können.

 

Kreation, PR und Daten. Wie gut passt das zusammen?

Genau diese strategischen Verknüpfungen sind notwendig, um für unsere Kund:innen ganzheitlich und integriert agieren zu können. Wir gehen aber noch einen Schritt weiter und können diese Kernkompetenzen mit spezialisiertem Wissen unserer Branchenexpert:innen und durch Spezialthemen wie ESG, Behavioral Science oder Employer Branding ergänzen.

 

Farner International hat Lansons im UK gekauft, eine Reputationsmanagementagentur. Ist das die Zukunft? Per SEO/SEA die Reputation im Netz geradebiegen?

Vor meinem Engagement im Team Farner durfte ich während 13 Jahren die Agentur BlueGlass | Team Farner aufbauen. Die DNA von BlueGlass liegt seit Anbeginn in der Schaffung von organischer Sichtbarkeit für Unternehmen. Und das funktioniert nicht über das Geradebiegen von Rezensionen, den Aufbau von ein paar Likes oder die Schaltung von ein paar Search Ads. Wir haben es uns schon immer zur Aufgabe gemacht, unseren Kund:innen zu einer starken digitalen Reputation des Brands und des Leistungsangebots zu verhelfen. Reputation Management verstehen wir als aktive, gestaltende Disziplin. Der Aufbau einer glaubhaften, nachhaltigen Reputation ist Ausgangspunkt und Inbegriff eines jeden Brands. Was passt da besser zu unserem Leistungsangebot – von Branding bis SEO/SEA – als der UK-Markteintritt über ein derart renommiertes strategisches Reputationshaus?

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