Gegen Sexismus in der Werbung: Der Ad Girls Club wächst

Im Ad Girls Club kämpfen Agenturen in Deutschland zur Selbstverpflichtung gegen Sexismus in der Werbebranche. Der Club wächst nun um 19 weitere Agenturen.

Isabel Gabor (l.) und Lisa Eppel sind die Gründerinnen des Ad Girls Clubs.
Isabel Gabor (l.) und Lisa Eppel sind die Gründerinnen des Ad Girls Clubs.

Ein Jahr ist es nun her, dass der Ad Girls Club, der gegen das Sexismus-Problem in der Werbebranche kämpft, in Deutschland sein Manifest vorgelegt hat – inzwischen kämpfen 49 Agenturen gemeinsam für mehr Gleichstellung und Gleichberechtigung. Gerade gab der Club bekannt, dass sich nun 19 weitere deutsche Agenturen zur Selbstverpflichtung gegen Sexismus in der Werbebranche verpflichtet haben, darunter auch die gesamte Omnicom Media Group Germany. Auch für Schweizer Agenturen ist der Ad Girls Club offen.

Das Ziel der beiden Gründerinnen Lisa Eppel und Isabel Gabor ist ein nachhaltiger Wandel sowie mehr Aufmerksamkeit für die patriarchalischen Strukturen und den Alltagssexismus in Werbeagenturen. Und das ist nötig, zeigt eine Umfrage des Kollektivs: Demnach bestätigten mehr als 80 Prozent von fast 1.500 Teilnehmenden aus dem DACH-Raum, dass die Werbebranche ein Sexismus-Problem hat. Für 46 Prozent ist dieses Problem sogar ein Grund dafür, die Branche zu verlassen.

Frauenquote, Lohngleichheit, genderneutrale Sprache

Mit dem Manifest können sich Agenturen klar gegen Sexismus positionieren und sich zu weiteren wichtigen Massnahmen bekennen: etwa eine Frauenquote von 50 Prozent, Lohngleichheit,  Vereinbarkeit von Kind und Karriere, vertrauliche Ansprechpartner:innen und eine genderneutrale Sprache.

 

 

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