Equipe: Barbara Flury und Markus Hammer übernehmen die Führung der Agentur

Die Kommunikationsagentur Equipe stellt die Weichen für die Zukunft. Mit Barbara Flury und Markus Hammer übernehmen zwei Partner die operative Leitung vom Gründer und bisherigen CEO Martin Widmer. Ein Interview mit dem alten und den beiden neuen Geschäftsführern.

Leiten neu die Agentur Equipe: Markus Hammer und Barbara Flury.

Werbewoche.ch: Equipe war eine der ersten digitalen Kommunikationsagenturen der Schweiz. Jetzt stellen Sie das Management um. Was genau könen wir uns darunter vorstellen?

Martin Widmer:  Als wir vor 12 Jahren die Agentur damals noch unter dem Namen Serranetga gründeten, waren wir kurz darauf der erste Vermarkter von Facebook in der Schweiz. Über die Jahre hinweg hat sich die Agentur seither immer wieder neu erfunden. Denn die technischen Entwicklungen, Ansprüche der Auftragsgebenden und User-Bedürfnisse haben sich immer wieder stark verändert. In den letzten zwei Jahren ist es uns gelungen, die Agentur mit Barbara und Markus inhaltlich äusserst kompetent zu verstärken und gezielt weiterzuentwickeln. Der Zeitpunkt für die nächste Phase hat sich daraus also sehr natürlich ergeben. Für Equipe, unsere Kunden, aber auch für mich ist diese Rochade sehr wirkungsvoll und inhaltlich erfrischend. Denn so kann ich die Agentur noch zielführender unterstützen und mein Know-how noch effektiver einbringen.

Wie viele Menschen sind bei Ihnen beschäftigt und welche Bereiche werden genau geschärft?
Barbara Flury:
Momentan sind wir knapp 20 Mitarbeitende. Die beiden letzten Jahre konnte ich zusammen mit Markus unser Serviceangebot nochmals massgeblich verfeinern und zwei, drei Dinge wie etwa den Bereich Experience Strategy weiterentwickeln. Waren wir früher eher eine kreative digitale Werbeagentur, so schaffen wir heute hocheffektive Customer Experiences über sämtliche Touchpoints hinweg – sowohl mit kreativem als auch kommunikativem Anspruch gekoppelt an die richtige Technologie. Zudem sind wir heute besser denn je aufgestellt, um Marken fürs digitale Zeitalter fit zu machen und inhaltlich zu schärfen.

Was sind die eigentlichen USPs von Equipe?
Markus Hammer:
Ich denke, der wichtigste USP ist unsere Art und Weise, den User mit seinen Bedürfnissen konsequent ins Zentrum zu stellen und das zielführend mit den Bedürfnissen und Zielen unserer Auftraggeber zu verknüpfen. Darüber hinaus haben wir unsere Kompetenzen in der Konzeption und Umsetzung von digitalen Plattformen kontinuierlich verstärkt. Auch im Bereich One-to-One-Marketing sind wir mittlerweile sehr gut unterwegs und auch das Thema Marketing Automation ist uns natürlich bestens vertraut. In Anbetracht der massiven Veränderungen durch den Wegfall der Cookies sind wir also zu 100 Prozent bereit, auch weiterhin erfolgreich für unsere Kunden zu arbeiten und neues Potential zu schaffen. Ich denke, unsere Erfolge für Kunden wie Opel oder Smile bestätigen das.

Sind die Veränderungen, die Sie vornehmen, der Corona-Pandemie geschuldet oder war das ohnehin schon geplant?
Flury:
Nein, im Gegenteil. Ich glaube, die Krise hat unseren Glauben ans neue Set-Up der Agentur lediglich bestärkt. Denn die digitale Entwicklung wurde durch Corona stark beschleunigt und viele Unternehmen sind nun mehr als davor im Zugzwang. Darüber bin ich als digitale Strategin ehrlich gesagt sehr froh. Denn bei vielen Unternehmen geht es erst jetzt so richtig ans Eingemachte und die Initiativen werden nun auf strategischem Level zielführend angegangen.

Was sind Ihre Learnings aus der Krise?
Hammer:
Wir haben gelernt, das zu machen, was wir am besten können und uns auszeichnet. Zudem haben wir ein tolles Fundament an Kunden, die mit uns gemeinsam erfolgreich ihre Zukunft gestalten wollen.

Wo sehen Sie sich in ein paar Jahren? Wollen Sie wachsen oder eine verhältnismässig kleine, aber feine Digitalagentur bleiben?
Flury:
Wir wollen organisch wachsen, aber weiterhin auch Zeit haben, mit Kunden neue und innovative Wege zu gehen. Denn wir sind beide sehr aktiv im Daily involviert und für Kunden immer auch als Sparring-Partner spürbar. Zudem ist es uns auch wichtig, dass wir unsere Agentur gemeinsam mit den Mitarbeitenden weiterentwickeln und keiner den Spass an der Sache verliert.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Flury:
Ehrlich gesagt wünsche ich mir öfters spannendere und gleichzeitig relevantere Fragestellungen seitens der Unternehmen. Und auch den Mut, Dinge trennschärfer zu artikulieren und auch zu messen. Dadurch werden nicht nur die Resultate besser, sondern auch das Kundenerlebnis.

Hammer: Jedes Unternehmen braucht ein intaktes, digitales Ökosystem für ein effektives und auch erfolgreiches Marketing. Hierfür wünsche mir ehrlich gesagt mehr Agenturen wie uns, die dies verstehen und zu bespielen wissen.

Widmer: Ich wünsche mir mindestens zwölf weitere spannende Jahre Equipe.

Gründer und bisheriger Equipe-CEO Martin Widmer
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