Agenturen bleiben bis auf weiteres mehrheitlich im Homeoffice

Der Bundesrat hat per Ende Mai die Homeoffice-Pflicht für diejenigen Unternehmen aufgehoben, die ihre Mitarbeitenden einmal wöchentlich auf Corona testen lassen. Der Verband Leading Swiss Agencies hat bei den Mitgliedsagenturen nachgefragt, wie sie mit den neuen Regeln umgehen.

Die vom Bundesrat verkündete Öffnungsrunde ist ein weiterer Schritt in Richtung Normalität. Die Homeoffice-Pflicht wird für jene Betriebe, die regelmässig einmal pro Woche testen, in eine Homeoffice-Empfehlung umgewandelt. Um die Impfung der Belegschaft nicht zu gefährden, soll die Rückkehr ins Büro schrittweise erfolgen. Sobald alle Personen geimpft sind, die dies möchten, soll die Homeoffice-Regel ohne Vorgaben zum repetitiven Testen gelockert werden. Die Homeoffice-Pflicht fällt also unter bestimmten Bedingungen weg und ermöglicht die Rückkehr in die Agenturräumlichkeiten. Eine verbandsinterne Umfrage von Leading Swiss Agencies zeigt aber, dass die Lockerungen noch zu keinem Run zurück in die Agentur führen.

Zurückhaltung bei Rückkehr in die Agentur

44 Prozent der befragten Agenturen überlassen es ihren Mitarbeitenden, ob und zu welchem Pensum sie wieder ins Büro kommen, und 34 Prozent vermelden, dass sie weiterhin an einem hohen Homeoffice-Anteil festhalten werden. Zudem geben 23 Prozent an, dass man den bereits doppelt Geimpften die zeitlich unlimitierte Rückkehr in die Agenturräumlichkeiten ab sofort gestattet. Andere heben die Präsenzpflicht komplett auf oder kehren schnellstmöglich und mit Schutzkonzept ins Büro zurück.

Kritisch gegenüber den repetitiven Pool-Tests

Nur gerade 17 Prozent der Agenturen führen repetitive Pool-Tests durch. Anscheinend verursachen diese Tests einen zu grossen administrativen Aufwand. Zudem bestehen noch Unklarheiten, ob das Pool-Testing auch für Unternehmen verlangt wird, deren Belegschaft grösstenteils im Homeoffice arbeitet. Auch regelmässige Selbsttests werden nur von einer Minderheit verlangt (25 Prozent). Generell appellieren die Agenturen an die Eigenverantwortung der Mitarbeitenden und empfehlen, sich testen zu lassen.

Unterschiedlicher Umgang mit Maskenpflicht

Es scheint, als hätten sich die meisten inzwischen ans Maskentragen gewöhnt. Dennoch gibt es unterschiedliche Herangehensweisen in Bezug auf Präsenzvorgaben, sollte die Maskenpflicht noch länger bestehen. 44 Prozent überlässt es den Mitarbeitenden, ob sie trotz Maskenpflicht im Büro arbeiten wollen. Für 35 Prozent der Befragten hat die Maskenpflicht keinen Einfluss auf die Vorgaben, für knapp 29 Prozent hingegen schon. Bei der Durchführung von Kundenmeetings zeichnet sich ein sehr einheitliches Bild: Selbstverständlich berücksichtig man Kundenwünsche so gut es geht und unter Einhaltung der Abstands- und Hygienemassnahmen werden nun auch wieder vermehrt physische Meetings abgehalten.

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