Tamedia und Ringier prüfen rechtliche Schritte gegen Absender von Politwerbung

Tamedia und Ringier prüfen rechtliche Schritte gegen das Initiativkomitee der Konzernverantwortungsinitiative. Der Grund: Auf Flyern seien Interviews aus ihren Zeitungs- und Zeitschriftentiteln widerrechtlich und irreführend und im jeweiligen Layout und Logo der Publikationen verwendet worden.

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Am Montag (9. November) habe das Initiativkomitee der Konzernverantwortungsinitiative zwei Interviews mit Alt Ständerat Dick Marty, die am 23. Oktober im Magazin Schweizer Illustrierte (Ringier Axel Springer Schweiz) und am 25. Oktober in der Zeitung Le Matin Dimanche (Tamedia) erschienen sind, in missbräuchlicher Weise für eigene Zwecke verwendet, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung von Tamedia und Ringier vom Mittwochabend.

Damit werde fälschlicherweise der Eindruck erweckt, die Flyer stammten von der Schweizer Illustrierten und von Le Matin Dimanche.

«Ringier und Tamedia verurteilen die missbräuchliche und irreführende Verwendung ihrer Inhalte und Marken für politische Zwecke», wie die beiden Medienhäuser weiter schreiben.

Beide Unternehmen seien «einem unabhängigen und ausgewogenen Qualitätsjournalismus verpflichtet». Es sei von höchster Bedeutung, dass ihre Medientitel Meinungsvielfalt widerspiegeln und einen wichtigen Beitrag zur demokratischen Meinungsbildung leisten.

Noch würden die Anwälte der beiden Unternehmen prüfen, welche Schritte man unternehmen wolle, sagte Nicole Bänninger, Tamedia-Kommunikationsverantwortliche, am Mittwochabend gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. (SDA)

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