Stories: Zusammen für mehr Miteinander

Zwei Menschen, die sich nie zuvor gesehen haben, treffen sich zum Gespräch. Einer von ihnen hat eine geistige Behinderung. Was passiert? Dieses Experiment hat Stories zum Gegenstand der Sensibilisierungskampagne der Elternvereinigung Insieme gemacht.

Das Ergebnis sind filmisch festgehaltene, überraschende, berührende und lustige Momente, die nun per Social Media geteilt und verbreitet werden.

Die Wahrnehmung gegenüber Menschen mit geistiger Behinderung in der Bevölkerung positiv zu beeinflussen, ist Ziel der neuen Insieme-Sensibilisierungskampagne. Die Zürcher Produktionsfirma Stories entwickelte hierfür ein Konzept, das dem Anspruch, verbreitete Vorurteile und Berührungsängste aus dem Weg zu schaffen, auf unterhaltsame und emotional berührende Weise zugleich gerecht wird.

Ein Spot, der nicht Produkt, sondern die Anregung zum Nachdenken «verkauft»

«Wir zeigen echte Menschen, echte Auseinandersetzungen und darum auch echte Gefühle. Wir beweisen anhand eines simplen Experiments, wie zumeist unnötig verkrampft unser Verhalten im Alltag gegenüber Menschen mit geistiger Behinderung ist», so Stories-Regisseur Tobias Fueter über den Ansatz der Kampagne. Diese basiert auf einem Spot, der den Zuschauer an einer – durch sie selbst nicht vorhergesehenen – Begegnung zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen teilhaben lässt. Unter dem Vorwand eines «sozialen Experiments» wurden Probanden für die Begegnung mit einem jeweils unbekannten Gegenüber gesucht. Dass sie beim arrangierten Treffen im Café gefilmt wurden, erfuhren sie erst im Nachhinein. Zudem wurden sie sowohl vor als auch nach der Begegnung zu ihren Erwartungen und Gefühlen befragt. Ausnahmslos alle Teilnehmer beschrieben das Erlebnis als bereichernd und stimmten der Veröffentlichung zu. «Fünf Minuten genügen, um zu erfahren, dass Menschen mit geistiger Behinderung einfach nur Menschen sind ‚wie du und ich‘.», fasste eine Teilnehmerin ihr Erlebnis zusammen – und lieferte mit ihrer Aussage den Titel der Kampagne.

Prominente Unterstützer

Auch zahlreiche prominente Unterstützer konnten für das Experiment gewonnen werden. So waren unter anderem TV- und Radio-Moderator Nik Hartmann, Autor und Radiomoderator Reeto von Gunten und DJ Rock Gitano zu einer gefilmten Begegnung bereit. Ebenso beteiligen sie sich jetzt an der viralen Verbreitung des Spots über die sozialen Netzwerke; diverse weitere bekannte Personen werden die Aktion in den nächsten Tagen fortführen. «Die Kampagne macht Mut zu mehr Offenheit, ohne dabei den Zeigefinger zu heben. Das finde ich grossartig», erklärt Reeto von Gunten die Motivation.

Neben der Verbreitung über Social Media ist der Spot auch auf Insieme.ch/5min zu sehen. Die Microsite bietet Interessierten zusätzliches Filmmaterial zu den Begegnungen und Interviews mit den Probanden. Konzipiert und umgesetzt wurde die Website durch die Zürcher Digitalagentur Hinderling Volkart. Roland Sutter, Partner von Roth Observatory International, hat Insieme bei der Wahl der geeigneten Kommunikationspartner unterstützt
 

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