Infel mit eigener Academy am Start

Am 30. März lancierte Infel Corporate Media ihre eigene Academy. Das Weiterbildungsangebot richtet sich an Corporate- Publishing- und Content-Marketing-Interessierte. Unterrichtet wird in Zürich, München oder beim Kunden direkt vor Ort.

Seit der Digitalisierung der Medien befindet sich die Marketing- und Unternehmenskommunikation im Umbruch. Neue Medien, Kanäle und Technologien schiessen wie Pilze aus dem Boden und machen es den Kommunikationsprofis nicht leicht, ihre relevanten Botschaften und Geschichten auf dem besten Weg an die Zielgruppen zu senden. Aus diesem Grund lancierte Infel Corporate Media am 30. März ihre eigene Academy. Denn: «Wer könnte diese Themen besser vermitteln, als die Kommunikationsexperten der bald 90-jährigen Corporate Publishing- und Content-Marketing-Agentur?», so die Begründung der Agentur.

In einem ersten Schritt bietet das Unternehmen einen Grundkurs sowie einen Aufbaukurs zu verschiedenen Themen im Corporate Publishing und Content Marketing an. Ende Mai bereits starten die Grundkurse, im Juni folgen die Aufbaukurse.

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Die Werbewoche hat mit Infel-CEO Alfredo Trasatti (Bild: zweiter von rechts) über die Academy gesprochen. Er gibt Auskunft über das Ziel der Kurse und beschreibt die Blickrichtung:

Herr Trasatti, Publishing und Content Marketing werden doch bereits an diversen Institutionen gelehrt. Welchen Vorteil kann die Infel-Academy hier bieten?
Unsere Experten können einen starken Praxisbezug schaffen, da sie selber täglich mit dem jeweiligen Thema zu tun haben. Wir wollen in den Kursen der Academy die neuesten Erkenntnisse praxisnah rüberbringen. Ich will damit nicht werten, aber wir schaffen einen Praxisbezug, indem wir direkt aus eigenen Arbeiten Beispiele einbringen können. Die Vielfalt der Kommunikationskanäle macht die Unternehmenskommunikation komplexer. Wir wollen Interessenten in kurzer Zeit einen Überblick über die aktuell relevanten Themen im Corporate Publishing und im Content Marketing bieten. Das von uns angebotene Format gibt es bisher noch nicht.

Wie meinen Sie das?
Unsere Referenten kommen aus der Praxis, sie sind nicht hauptsächlich Dozenten. So können Interessenten aus der Unternehmenskommunikation sich gezielt da weiterbilden, wo sich Veränderungen ergeben. Denn die Unternehmenskommunikation übernimmt das Corporate Publishing heute immer öfter selber, so dass die klassische Werbung unter Druck gerät. Gleichzeitig wird aber die Wirkung der Unternehmensmedien immer noch unterschätzt. Wir merken aber auch eine Verunsicherung der Unternehmen, wie sie Inhalte und Themen richtig setzen und angehen. Wir wollen hierfür eine Grundlage bieten. So bietet die Academy aktuell einen eintägigen Grundkurs zu vier Themenbereichen: Digital und Design, deren Einbettung ins Corporate Publishing, deren Wirkung, und schlussendlich streifen wir auch das Sales-Thema. Der Aufbaukurs konzentriert sich auf die Inhalts-Produktion, die Inhaltsstrategie und die Organisation.

Ist die Academy damit nicht schlussendlich eine Plattform für Infel Corporate Media, um den eigenen Service gezielt vorzuzeigen und anzubieten?
Keinesfalls. Uns geht es darum, mit zwei praxisorientierten Kurzlehrgängen – einem eintägigen Basiskurs und einem zweitätigen Aufbaukurs – den Kommunikationsprofis auf Agentur- und Auftraggeber-seite eine echte Hilfestellung bei Ihrer täglichen Arbeit zu bieten. Erklärtes Ziel der Infel Academy ist es also, der aktuellen Verunsicherung in diesem Bereich entgegenzutreten. So kann beispielsweise ein Online-Kundenmagazin dem Unternehmen helfen, es muss aber relevante Themen aufgreifen, die Qualität der Inhalte muss sehr gut sein und der Zyklus sowie die gesamten Prozesse müssen anders angeschaut werden. Welcher Inhalt auf welchem Kanal gespielt wird, muss genau überlegt werden. Zu vielen Unternehmen fehlt eine Content-Strategie. Die Academy soll dazu dienen, in diesem Zusammenhang etwa die Frage aufwerfen, welche Themen Unternehmens- und Medien-übergreifend relevant sind und wie diese dann als roter Faden effizient auf den richtigen Kanälen gespielt werden können.

Interview: uma
 

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