Umfrage «Euro Schock»: Catrin Rubenson

Werbewoche-Umfrage zur wirtschaftlichen Entwicklung nach dem «Euro Schock» und dessen Auswirkungen auf die Kommunikations- und Werbebranche: Catrin Rubenson, CEO, Admazing

Die letzte Krise hatte bedrohliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Die jetzige Krise betrifft überwiegend die Schweizer Exporte. Der Handlungsspielraum für die Unternehmen ist grösser, sie können sich anpassen. Wenn diese Anpassungen schnell und gut genug sind, wird der Einbruch – besonders für unsere Branche – vermutlich weniger schlimm als 2008/2009. Solange keine übertriebenen Panikreaktionen einsetzen, wird sich der Rückgang der Werbeausgaben hoffentlich im einstelligen Prozentbereich bewegen. Wünschenswert wäre natürlich eine antizyklische Reaktion. In den Krisen haben die digitalen Kanäle bisher immer gewonnen. Wenn die Firmen nun effizienter arbeiten wollen, führt kaum ein Weg an verstärkter Digitalisierung vorbei. Gewinnen werden aber neben den digitalen Media-Angeboten auch digitale Tools zur Produktivitätssteigerung. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind Performance-Modelle reizvoll. Gute Performance- Anbieter werden sicher weiter erfolgreich sein. Content Markting ist einer der bedeutendsten Trends, das zeigen auch die entsprechenden Investitionen bei Unternehmen und Agenturen. Paid Media wird daher unter Druck geraten und muss neue Modelle, Lösungen und Ideen liefern – was auch passiert: neue Formate, automatisierter Handel, flexible Buchungsmodelle, datenbasierte Auslieferung, integrierte Kampagnen mit umfassenden Trackings. Die Branche schläft nicht.
 

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