Denner darf keine Kaffeekapseln für Nespresso-Maschinen verkaufen

Das St. Galler Handelsgericht hat am Montag entschieden, dass der Schweizer Discounter Denner seine neuen Kaffeekapseln aus den Regalen räumen muss. Nestlé hat sich damit erfolgreich gegen die Konkurrenz für seine Nespresso-Kaffeekapseln gewehrt.  

Vier verschiedene Sorten bietet die Migros-Tochter seit Mitte Dezember zu einem Einführungspreis von 25 Rappen pro Kapsel an. Im Vergleich: Für eine Kapsel von Nespresso legt der Konsument fast das Doppelte hin. Das Handelsgericht St. Gallen verfügte nun superprovisorisch, dass es Denner mit sofortiger Wirkung untersagt ist, die Kaffeekapseln «Denner Expresso Milano, Denner Ehtiopian Dream, Denner Indian Summer»und «Denner Dolce Vita»anzubieten, zu vertreiben, zu verkaufen, zu bewerben, zu exportieren oder sonstwie in Verkehr zu bringen. Die Westschweizer Tageszeitung Le Temps  berichtete am Dienstag über den Gerichtsentscheid.
 
Auch darf Denner nicht mehr mit dem Slogan «Denner –was susch?» und der Behauptung «Kompatibel zu Ihrer Nespresso-Maschine»werben, heisst es in dem Entscheid weiter. Denner hat nun zehn Tage Zeit, sich schriftlich zum Entscheid des Handelsgerichts zu äussern.
 
«Wir werden uns mit allen juristischen Mitteln gegen den Entscheid des Handelsgerichts wehren», sagt Denner-Sprecherin Nicole Schöwel auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. «Wir sind zuversichtlich und hoffen auf einen schnellen Entscheid.»Denner habe vor der Lancierung der Kaffeekapseln die Rechtslage abgeklärt.
 
Denner war erfolgreich ins Geschäft mit den Kaffeekapseln eingestiegen. Laut Schöwel kam es immer wieder zu Lieferengpässen. Zahlen gibt sie keine bekannt. Trotz der wachsenden Konkurrenz bleibt Nestlé mit Nespresso weiterhin klarer Marktführer. Der Nahrungsmittelkonzern reagierte in jüngster Zeit aber immer wieder auf dem juristischem Weg gegen die Konkurrenz.

Denner und Vizner Borel nehmen es mit Nespresso auf

(Bild vorne: Keystone)

 

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