Grands Prix Design 2008 vergeben

Das Bundesamt für Kultur (BAK) hat auch dieses Jahr fünf Designerinnen und Designer für ihr Wirken ausgezeichnet. Hauptkriterium für die Vergabe des Preises ist, dass die Personen auf nationaler und internationaler Ebene massgeblich zum Ruf des Schweizer Designs beigetragen haben.

Die diesjährigen Grands Prix Design gehen an den Modedesigner Albert Kriemler, den Fotographen Walter Pfeiffer, die Ausstellungsgestalter Barbara Holzer und Tristan Kobler und das «Multitalent» Alain Kupper. Die Preisträger, die älter als 40 Jahre sein müssen, wurden von der Eidgenössischen Designkommission unter dem Vorsitz von Lorette Coen gewählt. Jede Auszeichnung ist mit 40’000 Franken dotiert. Mit den Grands Prix Design zeichnet der Bund seit 2007 Designerinnen und Designer aus, die wirkungsvoll und nachhaltig zum Ruf des Schweizer Designs beitragen.
Albert Kriemler wurde für seine Kreativität und seine stete Perfektionierung von Form, Schnitt und Material seiner Kollektionen geehrt. Aber auch für den Mitaufbau und die Positionierung der Modefirma Akris, die 1922 als Schürzenmanufaktur von seiner Grossmutter gegründet wurde.
Walter Pfeiffer habe mit seiner Art, die Welt in Bildern festzuhalten, im Bereich der Fotografie neue Wege eröffnet, heisst es in einer Mitteilung. Walter Pfeiffer sei ein Grenzgänger zwischen der sogenannten angewandten und freien Fotografie, und es sei ihm dabei gelungen, diese Bereiche mit Leichtigkeit zu verbinden.
Barbara Holzer und Tristan Kobler erhalten den Grand Prix Design der Schweizerischen Eidgenossenschaft für ihr internationales Engagement im Bereich der Ausstellungsgestaltung. Ihre herausragende Leistung in diesem Gebiet sei die konsequente Verknüpfung von Ausstellungsinhalten und -gestaltung. Holzer Kobler verstünden es, eine ganzheitliche Atmosphäre zu kreieren, die das Publikum direkt auf emotionaler und intuitiver Ebene anspreche.
Alain Kupper, auch bekannt als Rockmaster K., sei ein Mehrfachtalent: Er habe sich über die Jahre die Integrität und den Willen, sich in einem ganz eigenen Kosmos zu bewegen und seinen ureigenen Weg zu gehen, bewahrt, heisst es in der Mitteilung weiter. Er arbeitet als Grafiker, Musiker, Künstler, Galerist und Fotograf. Das Erscheinungsbild des Bilgerverlags und aktuell dasjenige des Theater Neumarkt in Zürich tragen beispielsweise seine Handschrift.

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