Camouflage-Werbung hat Erfolg

Um in der Werbung Aufmerksamkeit zu erregen, reicht heute Schönfärberei nicht mehr aus. Marketingexperten suchen daher nach alternativen Kommunikationsstrategien – beispielsweise in der Camouflage-Werbung, wie die Sonntagszeitung schreibt.

Dabei treten Marken nicht mehr nur als Sponsoren auf, sondern als Teil der Szene und damit infiltriert in die Subkultur. Man spielt mit falschen Tatsachen, Tricks und Täuschungen. Diese Entwicklung steht im Zusammenhang mit der «No-Logo-Generation» der heute 20- und 35-Jährigen, die Markenprodukte meidet und der Werbung kritisch gegenübersteht. «Diese Generation kann über Werbespots reden wie über Musik. Sie sind Fachleute, die herkömmliche Werbung lächerlich finden. Sie wollen unterhalten werden», wird Frank Bodin, Chef der Werbeagentur Euro RSCG, in der Sonntagszeitung zitiert.
Beispiele für Camouflage-Werbung gibt es zahlreich: Nike etwa liess bereits 2001 in Australien Demonstrationen gegen die technische Überlegenheit des damals neuen «Nike Air Zoom» durchführen – die Demonstranten waren Schauspieler. Laut David Eicher von der Münchner Agentur Webguerillas sind die Wachstumsraten der alternativen Werbeformen «enorm hoch», wie die Sonntagszeitung weiter schreibt.
In der Schweiz ist man diesbezüglich aber generell noch vorsichtig. Dennoch stammt eine der besten Camouflage-Kampagnen aus der Schweiz und zwar vom Bergsportausrüster Mammut: Die «Mary Woodbridge» Kampagne von Spillmann/Felser/Leo Burnett wurde etwa beim Crossmedia Award der Goldbach Medien Gruppe mit dem Siegerpreis ausgezeichnet, wie die Werbewoche berichtete.
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