Das schafft kein Inserat

Plakatwerbung Wie vermietet man Räume? Wohl am besten mit Inseraten. Falsch. Mit Plakaten gehts besser.

Plakatwerbung Wie vermietet man Räume? Wohl am besten mit Inseraten. Falsch. Mit Plakat gehts besser.Weil Christian Senn, Leiter der
APG-Filialen Nordwestschweiz, für einen Lagerraum sowie drei Büro- und
Gewerberäume im Basler APG-Gebäude neue Mieter suchen musste, schaltete
er wie üblich Zeitungs- und Onlineinserate. Ohne Erfolg, die
Kombination von Print und Online brachte ihm nur ein paar Makler, keine
ernsthaften Interessenten. Darum plante er PVC-Tafeln am Eingangstor.
«Als ich jedoch die Kosten gewahrte, sagte ich mir: Für dieses Geld
kannst du auch eine Plakatkampagne starten», erzählt er. Er setzte sich
an den PC, wählte als Grundfarbe das feurige Rot des APG-Logos und
schrieb ein paar Informationen darauf. «Ich nannte nur die wichtigsten
Fakten: Objekt, Ort, Fläche, Kontaktadresse. Kein Foto, keine Details,
kein Preis», hält er fest. Dann liess er 500 F4-Plakate drucken und
vorerst 200 davon 14 Tage lang in Basel aushängen. Den Marktpreis
inklusive Druck beziffert er auf rund 6000 Franken. «Anfangs wurde ich
APG-intern belächelt», sagt Senn. Doch was kein Inserat schaffte, war
mit einem handgestrickten Plakataushang möglich: Unzählige
Interessenten meldeten sich, 80 Prozent davon explizit auf Grund der
Affiche. Unterdessen hat Senn ein Objekt vermietet, ein zweites ist in
der Schwebe – und für die letzten zwei lanciert er nochmals einen
Aushang. «Es war nur ein Versuchsballon», lacht Senn. «Doch nun habe
ich meine Verkäufer mit dieser Erfahrung zu den Immobilienfirmen
geschickt.»

Markus Knöpfli

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