Post mit Werbeaktion für Hundefutter

Bis am 7. Juli erhalten die Halter grösserer Hunde in 500 grösseren Ortschaften der Deutschschweiz vom Pöstler einen Drei-Kilo-Sack Hundefutter der Marke Pedigree kostenlos und direkt an der Haustüre.

Bis am 7. Juli erhalten die Halter grösserer Hunde in 500 grösseren Ortschaften der Deutschschweiz vom Pöstler einen Drei-Kilo-Sack Hundefutter der Marke Pedigree kostenlos und direkt an der Haustüre. Der Postbote klingelt bei jenen Kunden, von denen sie wissen, dass sie grössre Hunde haben. Wenn der Hundehalter zustimmt, wird die Adresse an die Hundefutter-Firma weitergeleitet. Wenn nicht, ist der Pöstler zum Datenschutz angehalten. Die Pöstler haben ein Merkblatt erhalten, das ihnen erklärt, wie sie den Hundehalterinnen und Haltern die Hundefutter-Säcke an der Türe schmackhaft machen können. Pro verteiltem Futtersack erhalten sie eine Prämie.
Wie Post-Sprecher Dario Ballanti gegenüber der Werbewoche erklärte, laufe die Hundefutter-Werbeaktion in drei Phasen ab. Zuerst wurde in einem Pilotversuch, der im Frühling im Raum Langenthal durchgeführt wurde, das Interesse erhoben. Der Pilotversuch zeigte einen guten Erfolg. Dann wurde die Aktion auf 500 grössre Orte der Deutschschweiz ausgeweitet. Dennoch: von einer neuen Dienstleistung der Post zu sprechen, ist nicht korrekt. „Es handelt sich um eine einmalige Aktion und nicht um einen neuen Service“, sagte Ballanti. Sollte ein weiterer Kunde Interesse an einer solchen Aktion haben, wird das Setting genau untersucht und im Einzelfall entschieden werden. Ebenfalls wird zuvor ein Pilotversuch durchgeführt, um das Interesse zu evaluieren. Wie Ballanti weiter betont, ist die Hauptaufgabe der Pöstler die Briefzustellung und die Post habe kein Interesse daran, ihre guten Zustellzeiten zu korrumpieren.
Die Post-Gewerkschaft sieht in der Aktion allerdings einen Missbrauch des Vertrauens, das die Kunden ihren Pöstlern entgegenbringen. Demzufolge kritisiere sie die Werbeaktion, obschon sie generell gegen neue Dienstleitungen nichts einzuwenden hätte, sagte Giorgio Pardini, Vizepräsident der Post-Gewerkschaft Kommunikation gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.Kathrin Fischer
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