Das Hype ist vorbei

Gastkommentar Die Vergangenheit von MMXI war alles andere als optimal, meint Jörg Dietz.

Gastkommentar Die Vergangenheit von MMXI war alles andere als optimal.Es allen recht zu machen, ist
zugegebenermassen schwer. Das zeigte die Diskussion um die
Internetforschung in der Schweiz mit der Informationsveranstaltung NIS
am 8. Juni 2006.Als Anbieter von Internetforschung unter MMXI
Schweiz und NetRatings Schweiz waren die Präsentationen, Argumente und
Bedenken sehr interessant. Es scheint das Wort «eine Währung» in
Verbindung mit der These «dann wächst der Werbemarkt wie in den
Nachbarländern» zu grossen Investitionen zu motivieren.
Uns ist
mittlerweile bewusst, dass die von Hypezeiten, Änderungen der Partner
und nicht optimalen Kommunikationswegen geprägte Vergangenheit von MMXI
alles andere als optimal war. Von unserer Seite her haben wir versucht
klar zu machen, dass dies optimiert wurde. Auch das Feedback unserer
aktuellen Kunden aus klassischen Unternehmen und Mediaunternehmen
spiegelt dies wider und ist hoffentlich auch bei den Verantwortlichen
der NIS bekannt.
Wir hatten schon 2005 den Entscheidern der NIS
signalisiert, dass wir zu einer intensiven Zusammenarbeit, zum Beispiel
durch die Akzeptanz des SZM-Zählpixel der Wemf, bereit sind, und haben
ein integriertes Modell angeboten. Dies wäre die Zusammenführung eines
Panels mit einer Vollerhebung wie NetAudit. Das heisst, es wurden
marktgerechte Modelle angeboten, die inklusive Panel unter zwei
Millionen Schweizer Franken lagen.
Auch in anderen Märkten ist
Nielsen//NetRatings (MMXI für die Schweiz) mit den Forschungsmodellen
auf neuen Wegen. In Grossbritannien, Spanien und Italien führen wir
derzeit ein Panel ein, das die Nutzung @home, @work etc. zum Beispiel
in UK mit ungefähr 50 000 Personen abbildet. Dieses Modell aus
Grunderhebung, Panel und online rekrutiertem Panel deckt auch die
Bedürfnisse von kleinen Websites sehr gut ab und wird in 2007 in
weiteren Märkten eingeführt.
Meine Sicht ist natürlich alles
andere als neutral, da wir in der Schweiz mit Internetforschung weitere
Umsätze machen möchten. Egal, wie das Ergebnis aussieht, freuen wir
uns, wenn ein langfristiges, tragfähiges Modell zu Stande kommt.
Hilfreich wäre sicher, wenn Vergangenheit und Einzelinteressen aussen
vor blieben, um auch langfristig ein tragfähiges Modell zu haben, das
nicht in 2008 oder 2009 an der Finanzierbarkeit scheitert.
Ich persönlich würde mich dabei nicht rein auf das zukünftige Wachstum des
Werbemarkts verlassen, da die «Währung» nur eine Variable für ein
Wachstum der Spendings in der Schweiz ist. Wenn der Werbemarkt in der
Schweiz zukünftig sehr stark wächst, freuen wir uns auch gerne mit den
Umsätzen unseres Werbetracking-Produktes AdRelevance und unsere
pixelbasierte Messung SiteCensus mit.
Jörg Dietz ist Marketingdirektor von MMXI Schweiz.
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