Clear Channel testet Einsekunden-Radiospots

Die amerikanische Clear Channel Radio diskutiert derzeit mit Marketingverantwortlichen und Mediaverkäufern die Idee, sehr kurze Radiospots als Brandinginstrumente einzusetzen.

Die amerikanische Clear Channel Radio diskutiert derzeit mit Marketingverantwortlichen und Mediaverkäufern die Idee, sehr kurze Radiospots als Brandinginstrumente einzusetzen. Wie das Branchenmagazin «AdAge» berichtet, dauern die sogenannten «Blinks» wenige Sekunden und helfen laut Clear Channel Radio, Brands auszubauen und den Konsumenten mit neuen, überraschenden Effekten zu konfrontieren. Die Spots sind so kurz, dass es nicht darum gehen kann, eine Marke bekannt zu machen, sondern eher, sie wieder ins Bewusstsein zu rufen. Denn es sei wohl sinnlos, eine Einsekundenkampagne zu fahren für etwas, das zuvor noch nicht beworben worden ist, heisst es im entsprechenden Bericht. Getestet wurde die Idee bereits mit einem McDonalds-Jingle, der zwischen zwei Hiphop-Songs platziert wurde und mit einem «Blink» für Mini Cooper, bei dem eine Hupe und das Wort «Mini» zu hören ist. Platzierbar sei die neue Form der Radiowerbung in vielfältiger Weise. Und wesentlich billiger als traditionelle Radiowerbung sei die neue Werbeform auch.
Clear Channel Radio hat die Idee aber auch bereits Kritik eingebracht. Zum einen von Seiten der Vermarkter, die nicht an den gewünschten Effekt der «Blinks» glauben. Wenn der Hörer den Kurz-Spot nämlich nicht zuordnen kann, hat die Werbeform keinen Wert. Zum anderen von Seiten Radiostationen, die nicht besonders interessiert sein dürften, derart kurze Werbezeiten zu verkaufen. Als besondere Knacknuss kommt das Verifizieren, ob die Spots tatsächlich auch ausgestrahlt worden sind. TNS Media Intelligence kann beispielsweise erst Spots erst ab 5 Sekunden Länge erfassen. Clear Channel Radio erwartet denn auch keine verheerenden Umwälzungen von traditionellen Radiospots auf «Blinks», kann sich aber einige Fälle sehr gut vorstellen, bei denen diese Werbeform bestens Sinn macht.
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