Deutscher Werbemarkt im Aufschwung

Die Werbeinvestitionen sollen im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent auf mehr als 30 Milliarden Euro anziehen, wie der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) prognostiziert.

Die deutsche Werbebranche erwartet 2006 einen deutlichen Aufschwung. Die Werbeinvestitionen sollen im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent auf mehr als 30 Milliarden Euro anziehen, wie der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) prognostiziert. 2007 werde die Wachstumsrate im Werbegeschäft jedoch durch das schwierige ökonomische Umfeld bei null bis einem Prozent zwischen Stagnation und lascher Konjunktur landen, erklärte Verbandspräsident Hans-Henning Wiegmann gegenüber „Werben&Verkaufen“. Wiegmann forderte die Wirtschaft auf, mehr in Werbung zu investieren. Der Anteil der Werbeausgaben am Bruttoinlandsprodukt sei mit 1,32 Prozent so schwach wie im Jahr 1959. Die betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen für kommerzielle Kommunikation hätten sich auch 2005 nicht verbessert. Insbesondere kritisiert der ZAW die zu hohen Lohnnebenkosten und ausufernden Steuerabgaben sowie die mangelnde Flexibilität am Arbeitsmarkt.Die auf Grundlage der Betriebserhebungen der ZAW-Mitgliederverbände konstatierten Netto-Werbeeinnahmen aller erfassten Werbeträger (Medien) sind im Jahr 2005 um 193 Millionen Euro (+1%) auf 19,78 Milliarden Euro angewachsen. 2005 konnten die Tageszeitungen ihre Führungsposition als Werbeträger behaupten, obwohl die Netto-Einnahmen um 1,9 Prozent auf 4,42 Milliarden Euro schrumpften. Die Fernsehsender verbuchten ein Plus von 1,8 Prozent auf 3,93 Milliarden Euro und die Anzeigenblätter steigerten ihre Einnahmen um 3,4 Prozent auf 1,84 Milliarden Euro. Das stärkste Einnahmeplus gab es bei Online-Werbung, die um 22,5 Prozent auf 332 Millionen Euro anzog.
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