ADC startet Marktoffensive für bessere Werbewirkung

Einstimmig hat der Art Directors Club (ADC) der Schweiz einen radikalen Kurswechsel beschlossen. In der Jahresversammlung vom 9. Mai wurde die neue Strategie verabschiedet und der Vorstand neu formiert. Neu sind die Werbeauftraggeber eingebunden.

Einstimmig hat der Art Directors Club (ADC) der Schweiz einen radikalen Kurswechsel beschlossen. In der Jahresversammlung vom 9. Mai wurde die neue Strategie mit Applaus verabschiedet und der Vorstand neu formiert. Neu sind die Werbeauftraggeber eingebunden – als Themenführer für bessere Wirkung durch bessere Qualität, mit Fachveranstaltungen und einer Öffnung für Förder- und Kollegialmitglieder, die auch im neu gebildeten Vorstand vertreten sind. Der ADC will mit seiner neuen Strategie deutliche Signale dafür setzen, dass das Interesse an markteffektiver Kreativität der gesamten werbetreibenden Wirtschaft gemein ist.
Damit hat der bisher eher als elitär geltende Kreativclub nach 30 Jahren den Schritt zur marktorientierten Organisation vollzogen. Der ADC nehme die grassierende Abwendung eines übersättigten Publikums von der Mainstream-Reklame, deren Wirkungslosigkeit damit zunimmt, zum Anlass, allen Marktpartnern eine neue Kooperation anzutragen – im gemeinsamen Interesse an besserer Wirkung durch bessere Qualität –, heisst es im Communiqué des ADC vom Mittwoch. Dazu bietet der ADC Werbeauftraggebern, Kommunikationsagenturen, Produktionsgesellschaften, Medienunternehmen und andern Branchenorganisationen Fördermitgliedschaften an. Mit Kollegialmitgliedschaften sollen Strategieplaner, Berater, Direkt-Marketer, Mediaplaner und Fachleute aus weiteren Disziplinen im ADC gemeinsame Sache mit den Werbekreativen machen. An regelmässigen Fachveranstaltungen werden namhafte Referenten aus Marketing, Unternehmensführung und Lehre ihre Überzeugungen vertreten und unterschiedliche Erfolgsnachweise für kreative Strategien präsentieren. In Kooperation mit einem führenden Fachmedium ist es das Ziel, ein Periodikum zu diesem Themenkreis zu realisieren. Darüberhinaus will der ADC neben den erfolgreichen Aktivitäten der ADC/BSW-Kreationsschule den Nachwuchs mit dem Projekt „Young ADC“ noch mehr fördern.
Das Konzept zur Neuorientierung inkl. dieser neuen Aktivitäten basiert auf einer Situationsanalyse und Zukunftsperspektiven, die der ADC-Vorstand bei Jean Etienne Aebi in Auftrag gab. Dieser verwertete dabei u.a. die Resultate aus über 30 Gesprächen mit Mitgliedern und Marktpartnern, sowie aus einer mit der GfK/IHA und der Werbewoche durchgeführten Erhebung zur Kreativität in der Werbung und dem Image des ADC. Die Konklusionen zum „Entscheid für oder gegen Marktrelevanz“ wurden im Februar dem ADC-Vorstand präsentiert – der auf die Mitgliederversammlung vom 9. Mai geschlossen zurücktrat, „um den Weg für einen Neustart freizumachen“.
Der Neustart ist nun vollzogen worden. Die neue Führungscrew versteht sich als Exekutivorgan aus Machern. Er operiert unter dem Präsidium und der Gesamtleitung von Jean Etienne Aebi in zwei Gruppen. In der Gruppe Ressorts, primär für die Basisaktivitäten des ADC verantwortlich, sind es: Andreas Prokesch (Jurierung), Hanspeter Schweizer (Festivitäten), Markus Gut (Mitglieder), Alexander Jaggy (Weiterbildung), Urs Schrepfer (Young ADC), Geri Aebi (Sponsoring), Frank Bodin (PR) und Daniel Matter (Periodikum). Die Gruppe Projekte, primär mit den neuen Marktaktivitäten befasst, besteht aus: Martin Spillmann, Michael Conrad, Beat Mühlemann und David Allemann – die letzteren zwei bisherigen Nichtmitglieder vertreten auch die Auftraggeber- bzw. Kollegenkreise. Ebenfalls Einsitz in dieser Gruppe nehmen Markus Gut, Geri Aebi und Frank Bodin. 
Der neue ADC-Vorstand von links nach rechts: Alexander Jaggy, Urs Schrepfer, Andreas Prokesch, Martin Spillmann, Daniel Matter, Frank Bodin, Beat Mühlemann, Jean Etienne Aebi (Präsident), Markus Gut, Hanspeter Schweizer, David Allemann, Geri Aebi, Michael Conrad.
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