Bildungsverordnung für Polygrafen in Vernehmlassung

Der Beruf des Polygrafen soll dreigeteilt werden in die Fachrichtungen Mediensupport, Mediengestaltung und Medienproduktion. Der umstrittene Entwurf ist in Vernehmlassung bis Anfang Juli.

Der Beruf des Polygrafen soll dreigeteilt werden in die Fachrichtungen Mediensupport, Mediengestaltung und Medienproduktion. Das hat einige Kontroversen ausgelöst. Wie Mediaforum.ch berichtet, haben die für die Berufsbildung zuständigen Sozialpartner Viscom und Comedia/Syna haben in einer Arbeitsgruppe der PBS (Paritätische Berufsbildungsstelle) einen Entwurf für die neue Ausbildung erarbeitet. Diese hätte am 1. Januar 2006 in Kraft treten sollen. Nach der Viscom-internen Vernehmlassung sowie heftigen Protesten aus der Branche wurde deren Einführung jedoch um ein Jahr verschoben. Die Gegner der umstrittenen Bildungsverordnung (BiVo) beklagen, dass der Beruf verwässert werde und der neue Entwurf an den praktischen Realitäten vorbeigehe. Es wird befürchtet, dass die Lehrlinge künftig zu wenig vom tatsächlichen Handwerk lernen. Ausserdem ist im Bereich Mediengestaltung die Abgrenzung zur Grafikerlehre unklar. Die Initianten hingegen möchten verhindern, dass aktuelle Trends verschlafen werden und wollen crossmediale Elemente in die Ausbildung integrieren. Die neue Bildungsverordnung wird vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie bis zum 7. Juli 2006 in die Vernehmlassung geschickt, wie Mediaforum.ch weiter schreibt. Geschäftsleitung und Bildungsverantwortliche in den Betrieben sind aufgerufen, sich mit der neuen Bildungsverordnung Polygraf und deren Richt- und Leistungszielen auseinander zu setzen und dazu Stellung zu nehmen.
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