Die Weltwoche macht einen Riesentaucher

Die Auflage der Weltwoche ist laut den neuesten Wemf-Zahlen von 92337 auf 84206 Exemplare gesunken; das entspricht einem Verlust von über 8000 Exemplaren innert Jahresfrist.

Die Auflage der Weltwoche ist laut den neuesten Wemf-Zahlen von 92337 auf 84206 Exemplare gesunken; das entspricht einem Verlust von über 8000 Exemplaren innert Jahresfrist.Bei diesem jüngsten Abrutscher handelt es sich aber «nur» um den zweittiefsten Fall in der Geschichte der Wochenzeitung, 1996 war die Auflage sogar um knapp 10000 Exemplare abgestürzt. Verlagschefin Uli Rubner begründet den Taucher mit der erfolgten höheren Positionierung des Titels, die aber beim Lesermarketing zunächst noch nicht berücksichtigt worden sei. «Einerseits richteten wir die redaktionellen Inhalte auf ein elitäres Publikum aus, andererseits sprachen wir beim Marketing immer noch das gleich breite Publikum an wie vor dem Upgrading», sagt Rubner. Dies habe sich negativ auf die Haltbarkeit der neu gewonnenen Leser ausgewirkt. Im vergangenen Jahr sei eine Abkehr von der früheren Massenstrategie im Marketing vollzogen worden. Trotz Riesentaucher will die Weltwoche an ihren Anzeigenpreisen festhalten. Rubner: «Die Inseratetarife basieren nicht auf der Auflage, sondern auf der aktuellen Reichweite, und die erfahren wir erst im Herbst.» (dse)
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