Uncoole Arrogant.01

Event-hopping war mal wieder angesagt. Mittwochs im Zürcher Niederdorf die Premiere des neuen Trio-Eden-Spektakels «That’s Amore».

Event-hopping war mal wieder angesagt. Mittwochs im Zürcher Niederdorf die Premiere des neuen Trio-Eden-Spektakels «That’s Amore».Von Beat Fritsch Ein Besuch von Helmi Sigg, Guy Landolt und Midi Gottet lohne sich, denn Lacher und Brüller folgten ohne Ende, wurde dem Shortlistautor ausgerichtet. Der verbrachte als echter Zürcher letzten Mittwoch natürlich in Basel, um sich «Schnitzelbängg» anzuhören und Selbstkritik zu üben:
«Mir häns gschafft, zem erschte Mool, vom Baanhof zem Barfi kei Metropol!
Mit 20 Minute, das isch z biduure, gits bim Fuudibutze schwarzi Spuure.»
Mit Hinweis auf die Stasivergangenheit des Basler Theaterdirektors entlarvten sich die «Nachtschwärmer» als Agenten vom «Clara-Boschte» (so heisst die Basler Polizeihauptwache):«Als Agänte dien mir d Lyt gärn umme schutte und foltere si denn mit em 20 Minute.
Und sind die Kaibe vo däm nid duure, gits ains mit em Metropol uff d Schnuure.»
Soweit die Basler Fastnacht für Zürcher und deren Verlage. Lustigerweise und um weiteren Gerüchten Vorschub zu leisten, wurde in keiner einzigen «Bangg» die NZZ, die Weltwoche oder Matthias Hagemann erwähnt! Hat die Basler Mediengruppe nun auch alle «Bangg»-Dichter monopolisiert?
Am folgenden Tag trabte man für eine Stippvisite in die «Giesserei» in Oerlikon, wo suchtreffer.ch seine Lancierung im Schweizer Markt feierte. Dann pilgerte man ins benachbarte «Rohstofflager», wo an der Arrogant.01 Schweizer Medienschaffende mit zweifelhaften Auszeichnungen bedacht wurden. Auch im Supermarket Geroldstrasse war mit G-17 Neues angesagt. So nennt sich der künftige Donnerstagabend-Event von Urs Mühlherr, bekannt von den Massiv-Ursives-Events mit Yves Spink.
Bei suchtreffer.ch wurde gleich noch Wachablösung gefeiert. Rolf Suter, früher bei IP Multimedia, übernahm die Geschäftsleitung des Suchdienstes, der zur Hälfte der Medien-Z-Holding und der deutschen Suchtreffer AG gehört. Von Letzterer gab sich Vorstand Andreas Owen die Ehre, um mit seinem Partner Klaus Kappeler am Event Präsenz zu markieren.
Richtig los gings an der Arrogant.01. Da erdreisteten sich doch die Veranstalter vollmundig, ein Buffet anzukündigen. Es bestand aus Migros-Canapés. Sie wurden genau eine Viertelstunde lang gereicht – dann war das Budget erschöpft. Und bei den Gratis-drinks handelte es sich um alkoholisierten Sirup. Der wurde an exakt einer – hoffnungslos belagerten – Bar ausgeschenkt. Zuletzt stellte sich heraus, dass ziemlich jeder einen dieser blöden VIP-Bändel um den Hals hatte, die man beim Eingang empfangen hatte. Ein voller Erfolg also!
Die Veranstaltung ist ein Verdienst von Mad-Coiffeur Marc Menden und Kultiker Rainer Kuhn. Bei der Verleihung der Awards werden die unbeliebtesten Schweizer Medienschaffenden gewürdigt. Dabei gibt es so wahnsinnig originelle Kategorien wie «Bester Witwenschüttler» (SI-Chef Marc Walder dank Ilona Hug) und «Grösster Karrieresprung» – für Peter Rothenbühler. Aber auch eine so wahnsinnig begehrenswerte Auszeichnung wie «Das schönste rollende R» wurden vergeben – sie ging an Alenka Ambroz.
Einziger anwesender Titelträger war übrigens Detlev Munz (Tele 24), der seinen Mann stand und sich für seinen zweiten Platz für «Beste TV-Frisuren» gleich auf der Bühne einen neuen Haarschnitt verpassen liess.
Beat Fritsch

wurde an der Arrogant.01 wie andere auch von Paparazzi belästigt. Dabei hatte er endlich mal einen Suchtreffer gelandet. Kein Wunder verging ihm die Lust, so dass er sich in Richtung Supermarket verabschiedete.
Wer sich sonst und wo in der Kommunikationsbranche arrogant benimmt – und das tun ja fast alle –, wird an den verschiedensten Veranstaltungen der Szene geortet. Haben Sie schon jetzt etwas zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (01 296 97 98) oder in die Tasten (info@werbewoche.ch). Veranstaltungstipps wie auch weitere Shortlistbilder gibt es online unter www.werbewoche.ch

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