Gratiszeitungen blitzten bei der Weko ab

Auch wenn die Publicitas bestimmte Gratiszeitungen im Printverzeichnis auf www.publicitas.ch nicht aufführt, wohl aber Konkurrenzprodukte, könne ihr keine unzulässige Verhaltensweise nachgewiesen werden.

Auch wenn die Publicitas bestimmte Gratiszeitungen im Printverzeichnis auf www.publicitas.ch nicht aufführt, wohl aber Konkurrenzprodukte, könne ihr keine unzulässige Verhaltensweise nachgewiesen werden.Das schreibt das Sekretariat der Wettbewerbskommission (Weko) in ihrer Antwort auf eine Beschwerde von Willy Grüninger, Verleger der Winterthurer Woche und des Schaffhauser Bock. Grüninger, auch Präsident des Verbandes Schweizer Gratiszeitungen, schrieb im September, die Publicitas (P) benachteilige die unabhängigen Gratiszeitungen, trotz Zusammenarbeitsabkommen, weil die P mit den entsprechenden Konkurrenzprodukten Pachtverträge abgeschlossen habe, die lukrativer seien als das blosse Vermittlungsgeschäft.
Das Weko-Sekretariat hielt dem entgegen, dass sich die P-Website noch im Aufbau befinde. Die P habe sich grundsätzlich bereit erklärt, jeden Titel aufzunehmen. Weiter entspreche das Internetauftragsvolumen, derzeit nicht einmal einem Prozent der Aufträge, weshalb selbst Zeitungen, die (noch) nicht auf der Website aufgeführt seien, nur «marginale Einbussen» hinnehmen müssten. Und zudem seien kürzlich Winterthurer Woche und Schaffhauser Bock auf www.publicitas.ch aufgeschaltet worden.
Nicht aber Biel/Bienne. Deshalb warnt das Weko-Sekretariat die P: Es sei sich «der marktmächtigen Position der PubliGroupe bei der Vermittlung des Anzeigenraums in der Schweiz bewusst», heisst es. Deshalb behalte man sich ein formelles Verfahren vor, falls sich Anzeichen für unzulässige Verhaltensweisen finden würden. (mk)
(Visited 5 times, 1 visits today)

Weitere Artikel zum Thema