Aufgefallen: Katzen sprechen je nach Herkunftsland eine andere Sprache. So heisst beispielsweise Miau auf Englisch Meow – dies verkündet zumindest die Anzeige für das amerikanische Katzenfutter Eukanuba.

AufgefallenKatzen sprechen je nach Herkunftsland eine andere Sprache. So heisst beispielsweise Miau auf Englisch Meow – dies verkündet zumindest die Anzeige für das amerikanische Katzenfutter Eukanuba. Und damit Herrchen und Frauchen auch endlich

AufgefallenKatzen sprechen je nach Herkunftsland eine andere Sprache. So heisst beispielsweise Miau auf Englisch Meow – dies verkündet zumindest die Anzeige für das amerikanische Katzenfutter Eukanuba. Und damit Herrchen und Frauchen auch endlich wissen, was mit diesem Laut gemeint ist, liefert die Anzeige eine plausible Erklärung. So handelt es sich bei diesem Laut um nichts Simpleres als die Abkürzung für Meat now. Was aber werden die pelzigen Haustiere wohl sagen, wenn sie über BSE oder die Maul- und Klauenseuche informiert werden?
Die weisse Zuchtkatze hat
ihren Fortbestand bereits gesichert. Denn im Gegensatz zu Deutsch sprechenden Vierbeinern würde diese nicht Whiskas kaufen, sondern Fancy Feast. Warum? Weil das Futter aus delikaten, von Hand ausgewählten Fischstückchen zusammengesetzt wird. Wer jedoch beim Fisch an Augen, Kopf oder Flossen denkt, liegt absolut falsch. Fancy Feast setzt sich aus den Filetstücken der besten Ozeanfische zusammen. Bon appétit, liebe Katzen, denn irgendwann einmal werdet auch ihr als Kadavermehl enden. Chandra Kurt
Kolumne

Das Wort zum Sonntag
Von Simon Freiburghaus
Der Souverän, der nicht nur für Couchepain & Partner die wichtigste, sondern grundsätzlich auch die bedeutendste Zielgruppe unserer Absatzbemühungen von Fonds bis Käse und von Auto bis Mobilphone ist, hat am vergangenen Sonntag wieder mal gezeigt, wo der Blocher den Most holt. Und dem Tiger im Tank aller fortschrittsgläubigen Euroturbos mehr als nur die Zähne gezogen.
Dabei beweisen doch die Werber längst, dass wir Schweizer eng mit der ganzen Welt verbunden sind. Und wie. Unter den grössten «Schweizer» Agenturen gibts gerade noch eine Hand voll, die nicht zu einem globalen Konglomerat von kreativen Buchhaltern mit publizistischem Sendungsbewusstsein gehören. Diese Tatsache birgt immerhin den Vorteil, dass sich das gewöhnliche Agenturvolk nicht über astronomische Gehälter ihrer Führungskräfte aufhalten muss. Schliesslich werden die fantastischen Lohnsummen vor allem an der Madison Avenue verdient. Und kein Schweizer Agentur-CEO muss auf einen Teil seines Einkommens verzichten und bei hart malochenden Reinzeichnern und Junior-Assis auf Verständnistour gehen.
Ach ja, die Sozialdemokraten! Auch ihnen möchte ich empfehlen, einmal die einschlägigen ADC-, BSW-, USW-Verzeichnisse zu konsultieren. Schliesslich zeigt uns Genosse Strittmatter seit Jahren, dass man Jaguar fahren und in der Loge des Grasshopper-Clubs sitzen kann und trotzdem nie vergisst, wer die Erde harkt, damit rote Rosen blühen. Wie das geht, hat Berns sozialdemokratischer Stadtpräsident schon begriffen. Er bestellt den Dienstwagen mit Chauffeur, um den Entwurf des neuen Stadtverwaltungs-Logos von der Agentur ins Präsidentenpalais zu fahren (50 Meter Luftlinie). Hat da jemand was von Pappenträgern gesagt?
simon.freiburghaus@fub.ch
Der Autor ist Inhaber und Geschäftsführer Kreation von Freiburghaus und Banderini AG in Bern.
SprachbeobachterMacArthurs Computer
Erinnern Sie sich an General Douglas MacArthur? Wohl kaum. MacArthur war amerikanischer Oberbefehlshaber im Koreakrieg von 1951. Er war der erste General, der seinen Titel im militärischen Sinne nicht mehr auf dem Schlachtfeld verdiente, denn er war einem Elektronengehirn unterstellt. Diesem Computer waren sämtliche zugänglichen Informationen über den Koreakonflikt eingegeben worden, damit er die Entscheidungen der Armeeführung überprüfen konnte.
MacArthur hatte sich (kurz nach dem Zweiten Weltkrieg) für eine militärische Auseinandersetzung entschieden, die in einen Dritten Weltkrieg hätte münden können. Aber der Computer
war dagegen: «Verlustgeschäft!», spuckte er aus, und der Krieg fand nicht statt. Das war ein Glück für Tausende von Menschen und eine bittere Niederlage für MacArthur und den menschlichen Geist.
General MacArthur wechselte gleich nach seiner Abberufung in die Privatwirtschaft. Als Direktor eines Büromaschinenkonzerns sann er über die Psyche des Computers nach. Folgender Abschnitt, den ich in der Computerzeitschrift «Wired» gefunden habe, hätte ihm vielleicht Freude gemacht: Was uns in der näheren Zukunft enorm beschäftigen wird, sind die traurigen Computer. Schon wenn sie in Betrieb genommen werden, werden sie über tausendmal mehr Erfahrungen verfügen, als ein Mensch in seinem ganzen Leben sammeln kann. Sie werden alles wissen und total deprimiert sein. Sie werden uns Menschen je länger je mehr nerven. Aber zugleich merken wir mit Erleichterung, dass uns die Computer niemals über den Kopf wachsen oder den Gehorsam verweigern oder gar die Weltmacht anstreben werden. Im Gegenteil: Sie sind froh, dass sie für uns da sein dürfen, sie werden ihren Lebenssinn ausschliesslich in uns Menschen finden. Auch wenn – oder gerade weil – sie uns logisch überlegen sind, haben wir sie auf der Gefühlsebene im Griff.
Beat Gloor, www.textcontrol.ch

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