Luzerner Rotkäppchen

Die Kreativagentur Velvet schafft ein neues Kultobjekt für den Kopf

Die Kreativagentur Velvet schafft ein neues Kultobjekt für den KopfDie Luzerner Kunstszene verfügt über ein neues Must Have: eine Wollmütze mit der Aufschrift Velvet aus dem gleichnamigen Kreativhaus. Im November letzten Jahres eröffnete die Plattform für zeitgenössische Kunst (PZK) in der ITA-Galerie in Luzern eine Reihe von Ausstellungszyklen. Zur Teilnahme an der ersten Schau zum Thema Multiple wurde neben Innerschweizer Künstlern auch die Luzerner Agentur Velvet aufgefordert. Die von AD Eva Schätti kreierte Wollmütze in den Velvet-Farben Rot und Weiss war während der Ausstellung für zehn Franken zu erstehen. Auf diese Weise wurden 200 Stück unter die Leute und in Umlauf gebracht. Was als Kunstobjekt entworfen wurde, hat nach kurzer Zeit begonnen, eine beachtliche Eigendynamik zu entwickeln. Bewunderer fand der Multiple-Beitrag vor allem unter den übrigen Ausstellern, die in der ITA-Galerie ihre leuchtenden Lack-Kocher, hellblauen Hirschtrophäen oder gefüllten Damenstrümpfe präsentierten. Aus reinem «Plausch» liessen sie sich von einem Kollegen mit den Kappen auf oder über dem Kopf ablichten. Aus diesen Bildern wiederum fertigte das Velvet-Team kurzerhand Postkarten an, die, in verschiedenen Szenelokalen und Clubs aufgelegt, für die laufende Austellung werben sollten.
Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich. Für einen weiteren Zyklusteil unter dem Motto Eros konzipierte Velvet gleich das Ausstellungsplakat, mit der Mütze im Mittelpunkt versteht sich. Getragen wird sie diesmal von einer jungen Frau oben ohne, die unter der Kappe ihr Gesicht verbirgt. Das Originalbild wurde als Beitrag zum Thema ausgestellt.
Und was kommt als Nächstes? Dazu kann Jürg Schaffhuser noch nichts Genaues sagen: «Das Thema für die Fortsetzung ist noch offen. Diskutiert werden verschiedene Projekte, es fehlt aber noch der Kontext der Umsetzung. Wir sind allerdings selber auf die dritte Folge gespannt», verrät der Velvet-Mitbegründer.
Wer in nächster Zeit die Reussstadt besucht, muss sich nicht wundern, wenn er übermässig vielen Rotkäppchen, männlichen und weiblichen, auf der Strasse begegnet. Ein Kultobjekt ist schliesslich zum Zeigen da.
Simone Keller
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