Die Neue LZ nimmt mehr Einfluss

Neue LZ und Publicitas vereinbaren ein neues Kooperationsmodell für das Inserategeschäft

Neue LZ und Publicitas vereinbaren ein neues Kooperationsmodell für das InserategeschäftDie Neue Luzerner Zeitung (Neue LZ) und die Publicitas (P) haben ihren Regievertrag ein Jahr vor dessen Ablauf aufgelöst und ein neues Zusammenarbeitsmodell vereinbart, das ab sofort gilt. Danach betreut die P das Anzeigengeschäft zwar weiterhin, dieses steht jedoch nun unter der Führung der Neuen LZ. Der neuen Vereinbarung gingen zweijährige Verhandlungen voraus.Beim neuen Modell wird sowohl auf strategischer als auch auf operativer Ebene je ein gemeinsames, paritätisch zusammengesetztes Führungsgremium eingerichtet. Bemerkenswert daran ist, dass beide Gremien unter der Leitung der Neuen LZ (siehe auch Seite 5) stehen. Ansprechpartner für Inserenten bleibt weiterhin Karl Angst.
Die Neue LZ übernimmt somit die Verantwortung für das Anzeigengeschäft, dieses wird für sie transparenter, und nicht zuletzt dürfte der neue Vertrag für die Neue LZ auch finanziell interessanter werden.
Die neue Regelung läuft auf eine Gewinnbeteiligung hinaus
Aus P-Sicht hingegen hat der neue Vertrag gemäss P-Generaldirektor Ernst Grab vor allem zwei Vorteile: Erstens kann die Publicitas ihre Zusammenarbeit mit dem grössten Anbieter der Zentralschweiz längerfristig absichern (wobei Grab keine Vertragsdauer angeben will), zweitens können die Strategien im Anzeigengeschäft und im Verlagsmarketing künftig besser aufeinander abgestimmt werden. «Das lief in der Vergangenheit auf beiden Seiten nicht immer optimal», sagt Grab. Mittelfristig werde deshalb die P Luzern ihre Aktivitäten an den Standort der LZ Medien Holding verlegen.
Aus finanzieller Sicht schätzt Grab die neue Situation für die Publicitas «in etwa gleich wie bisher» ein. Kein Wunder: Für die P läuft das neue Modell nach Abgeltung ihrer Leistungen auf eine Art Gewinnbeteiligung hinaus. Sie sieht also nur mehr Geld, wenn die bessere Strategiekoordination auch zu mehr Einnahmen führt.
Das LZ-Modell hat Ähnlichkeiten mit den Kooperationsformen, die die P mit Edipresse oder Le Temps unterhält. Bezüglich Parität geht es aber doch am weitesten. «Es bedeutet für uns sicher eine Öffnung in Richtung partnerschaftliche Zusammenarbeit», sagt Grab. Deshalb werde das LZ-Modell wohl auch anderswo die Basis für Kooperationen werden – etwa in St. Gallen.
Markus Knöpfli
Neue LZ beteiligt sich an Swissclick

Der Onlineanzeigenbetreiber Swissclick AG erweitert sein Aktionariat. Neben der Basler Mediengruppe, Edipresse, der NZZ und Publicitas wird sich im ersten Quartal 2001 auch die Neue Luzerner Zeitung AG an Swissclick beteiligen, und zwar mit 20 Prozent. Die Beteiligung erfolgt mittels Kapitalerhöhung. Swissclick will seine Plattform in den wichtigsten Schweizer Wirtschaftsräumen verankern. Darum wird Edipresse in Kooperation mit Swissclick in der Westschweiz ein eigenes Portal eröffnen. Zudem sind Kooperationsgespräche mit weiteren Verlagshäusern im Gang.

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