Absteller: «Inakzeptabel»

Absteller«Inakzeptabel»Der Entwurf zur Revision des Radio- und TV-Gesetzes (RTVG) will der SRG Sponsoring und Spartenprogramme wegnehmen und die Einführung der SRG-Radiowerbung ausschliessen. Aufsteller oder Absteller für den Schweizer Werbe-

Absteller«Inakzeptabel»
Der Entwurf zur Revision des Radio- und TV-Gesetzes (RTVG) will der SRG Sponsoring und Spartenprogramme wegnehmen und die Einführung der SRG-Radiowerbung ausschliessen. Aufsteller oder Absteller für den Schweizer Werbe-Auftraggeberverband (SWA)?
Fredy Schwab: Ein absoluter Absteller. Die Einschränkungen gemäss Entwurf würden die Werbeplattform elektronischer Medien in der Schweiz schwächen. Zum Schaden der werbungtreibenden Wirtschaft, die Sponsoringmöglichkeiten verlöre.
Mit welchen negativen Folgen?
Schwab: Die Sponsoringmillionen würden nicht voll umgelagert, sondern einfach nicht mehr investiert. Denn für das Sport- und Kultursponsoring sind die privaten TV-Veranstalter keine Alternative zur SRG. Sie machen völlig andere Programmformate und erreichen damit andere Zielgruppen. Deshalb sind sie eine wichtige Ergänzung und kein Ersatz für die Angebote der SRG. Ausserdem wäre der Einsatz von Sponsoring in der Romandie nicht mehr möglich. Das ist absurd.
Wie will der SWA die für ihn negativen Regelungen abwenden?
Schwab: Wir erarbeiten ein Papier mit unseren Standpunkten. Zudem leisten wir Überzeugungsarbeit bei den politischen Parteien, damit die Werbevorschriften für private TV-Veranstalter sofort liberalisiert werden. Dazu hat SW-Präsident und Ständerat Carlo Schmid eine parlamentarische Initiative eingereicht.
Was verspricht man sich davon?
Schwab: Die Lockerung der Werberegeln für private Veranstalter kommt zu spät – ich rechne bis 2006 für die Einführung des revidierten RTVG. Hat der Vorstoss Carlo Schmids Erfolg, könnten die Privaten bereits in rund einem Jahr mit eurokompatiblen Normen rechnen.
Interview: Daniel Schifferle
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