One Club zog eine Show ab

Die One Show hat in der amerikanischen Werbeszene einen hohen Stellenwert

Die One Show hat in der amerikanischen Werbeszene einen hohen StellenwertVOn Thérèse Balduzzi Zahlreich strömten Vertreter der New Yorker Werbeszene ins Lincoln-Center, um der 24. Preisverleihung des One Clubs beizuwohnen. Die Gold-, Silber- und Bronzebleistifte wurden grösstenteils amerikanischen Agenturen verliehen. International waren englischsprachige Länder im Vorteil. Schweizer Preise sind keine zu vermelden.
Andere Preisverleihungen ziehen mehr internationales Publikum an, wirken aber auch anonymer. Bei der jährlichen Preisverleihung des One Clubs, einer vor 25 Jahren gegründeten Organisation von und für Art Directors und Werbetexter, gibt sich fast die gesamte New Yorker Werbeszene ein Stelldichein.
Für Stimmung sorgte die Einleitung des bekannten Komikers Al Franken. Seine witzige Solidaritätsbekundung mit dem gegenwärtigen Streik der Schauspielergewerkschaft SAG stiess auf grossen Applaus, obwohl im Publikum genau die Arbeitgeber sassen, die die Honorare der Schauspieler herabzusetzen versuchen.
Präsentiert wurden die Preise von Hal Curtis von Wieden & Kennedy und Chuck McBride von TBWA Chiat/Day, welche Mitglieder der ebenso hochkarätigen wie strengen Jury waren: Unter den insgesamt 15400 Eingaben von Agenturen aus aller Welt wurden nur 28 Goldstifte vergeben, die meisten an US-Agenturen. In manchen Kategorien wurden gar keine Goldpreise verliehen.
In den USA entstehen auch politisch unkorrekte Spots
Mit Abstand am meisten «Pencils» gewann das Agenturnetzwerk Fallon McElligott (New York, Minneapolis, London): insgesamt 14 Preise, davon siebenmal Gold, für Kampagnen zum Sportsender Liberty Network (Fox), zur United States Tennis Association und zur Zeitschrift Sports Illustrated.
Im Spot für Liberty Network singt ein Mann die amerikanische Nationalhymne mit politisch unkorrektem Text, der sinngemäss lautet: «Männer sind Männer und müssen ihren Sport haben».
Wieden & Kennedy aus Portland gewann insgesamt sieben Auszeichnungen (dreimal Gold) für ihre Arbeiten für Nike und Miller Genuine Draft. Crispin Porter & Bogusky aus Miami gewann sechs Preise für die Antiraucherkampagne (Florida Tobacco Pilot Program), welche für die nationale Antiraucherkampagne Pate stand. Zu den Mehrfach-Gewinnern zählten auch Cliff Freeman & Partners aus New York, Martin Agency aus Virginia und Loeffler Ketchum Mountjoy aus North Carolina mit je vier Preisen.
Londoner Agenturen sahnten in der Printkategorie Preise ab
Die meisten internationalen Preise wurden in der Printkategorie vergeben: Saatchi & Saatchi Singapur und London gewannen je drei Preise. Davon gingen zwei Goldstifte an die Agentur in Singapur für die Anzeige «Bubble Wrap» für Borneo Motors. Die südafrikanische Agentur TBWA Hunt Lascaris erhielt vier Preise. Weitere internationale Goldgewinner waren Abbott Mead Vickers BBDO aus London und BBDO Denmark. Silber ging an DDB Advertising Paris, F/Nazca S&S San Paulo und Ogilvy & Mather Buenos Aires und Singapur.
Bei der One Show Interactive gewann Euro RSCG Interaction vier Preise; geehrt wurde bei diesem Award die auf interaktive Medien spezialisierte Gruppe aus 40 Agenturen in 26 Ländern.
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