Shortlist: ASW geht ins Schlösschen

Zwar hatte man auf den geplanten Beginn der Jahresversammlung der Allianz Schweizer Werbeagenturen (ASW) noch nicht alle Schäflein beieinander und musste den Auftakt um eine halbe Stunde verschieben.

Zwar hatte man auf den geplanten Beginn der Jahresversammlung der Allianz Schweizer Werbeagenturen (ASW) noch nicht alle Schäflein beieinander und musste den Auftakt um eine halbe Stunde verschieben.Shortlist ASW geht ins Schlösschen
Von Beat Fritsch
Der Anfahrtsweg war auf der Einladung etwas umständlich beschrieben, was nicht nur der Landpartie-erfahrenen WerbeWoche-Crew zum Verhängnis wurde. Letztlich fanden aber die rund 125 Teilnehmer aus ASW-Agenturen und 30 Gäste den Weg in den Schlossgasthof Böttstein und zum Begrüssungsapéro in den malerischen Garten.
Eine frische und «läbige» Vereinigung ist sie wieder geworden, die ASW, mit ihren Neuaufnahmen junger Agenturen. Stark verjüngt hat sich denn auch das Publikum an den Veranstaltungen der Allianz. So sei auch, war an der GV zu hören, das Durchschnittsalter der Mitglieder von 50 auf 40 Jahre gesunken. Offenbar haben die Neuzugänge für eine echte Blutauffrischung gesorgt.
Da tummeln sich klingende Namen wie Dynamite Advertising, Masciadri, Marketing Machine, Lucky Lack Advertising oder Advision. Keine spröden Namenshülsen à la Young & Rubicam, Wirz oder Seiler. Werbung wird halt in der ASW schon bei der Wahl des Agenturnamens gelebt.
Wie immer lud der ASW-Vorstand um Stefan Hofmann, Diego Bally und Benno Frick auch Ehrengäste ein. Heuer waren es unter anderen Jürg Engi vom Sawi, Rudolf Waldburger vom SDV, Peter Hartmeier von der Schweizer Presse, Dr. Max U. Rapold, alt Präsident Schweizer Presse, Jürg Zbinden, Leiter Kommunikation des Schweizer Gewerbeverbandes, Fredy Schwab von den SWA, Otto Meier und Sabina Cadalbert von der Publimedia – Cadalbert ist auch im Vorstand des Werberklubs Idée – und Walter Merz vom BSW. Ah ja, apropos Gäste: Lieber Beat Germann, schalt doch an der nächsten GV das Handy aus.
Feines Kabarett bot Herr Felix Boehni-Irniger, wobei keiner wusste, ob er wirklich so heisst. Immer wieder trat er unter anderen Namen und Funktionen in
Erscheinung. Man sah ihn als Bundesbeamten, als um Aufnahme bettelnden ASW-Kandidaten oder als Abgesandten von TV-Direktor Schellenberg. Als Charles-Clerc-Verschnitt interviewte er gar die GV-Teilnehmer, um zum Abschluss einen veritablen Videozusammenschnitt zu präsentieren, der problemlos als ASW-Showreel durchgehen würde. Vielleicht sollte man diesbezüglich mal mit der ASW-Sponsorin Publisuisse Kontakt aufnehmen, die durch Carlo Steiner und Carmen Theiler vertreten wurde.
Viele Ehrungen musste logischerweise der zurücktretende Erik Sörensen über sich ergehen lassen. Jean Monnin und Viktor Rosser hielten eine witzig-spritzige Laudatio. Und natürlich ging auch Eriks Frau, Rose Sörensen, nicht vergessen. Immerhin galt sie während der Amtszeit ihres Mannes als gute Seele der ASW, ohne die wohl einiges nicht so reibungslos funktioniert hätte. Zur gemeinsamen Verwendung erhielten die Sörensens Theaterklub-Mitgliedschaften samt Abos und Kulturreisen. Der scheidende Geschäftsleiter wiederum revanchierte sich bei «seinen» ASW-Präsidenten Beat Fisler, Jean Monnin, Stefan Kaister und Diego Bally mit erlesenen Tropfen aus seinem Keller. Und auch die WerbeWoche ist natürlich persönlich besorgt, dass Sörensen den Kontakt zur Marketing- und Kommunikationsbranche nicht verliert. Wir ernannten den zurücktretenden ASW-Geschäftsführer zum Ehrenabonnenten auf Lebzeiten.
Eine ASW-Hausregel besagt übrigens, dass das Mitgliedschaftsdiplom jeweils nur an Generalversammlungen oder ASW-Galas übergeben wird. So kommt es, dass Kollege Andy Mossner von Advision zwar seit letztem Dezember ASW-Mitglied ist; weil er aber der GV fernblieb, kann er sich das Diplom noch nicht an die Wand seiner Agentur im Zürcher Technopark hängen.
Beat Fritsch sprach dem zurücktretenden ASW-Geschäftsführer Erik Sörensen seitens der WerbeWoche den Dank für die gute Zusammenarbeit aus.
Wer sonst in der Werbeszene noch Lob verdient, wird an den verschiedensten Veranstaltungen der Branche geortet. Wer jedoch den definitiven Sprung auf die begehrten Shortlistplätze schafft, entscheidet die Redaktion. Haben Sie tatsächlich schon jetzt etwas zu berichten? Dann greifen Sie mal schnell zum Hörer (01 296 97 98) oder mailen Sie an info@werbewoche.ch. Online gibt es Veranstaltungstipps bei www.werbe woche.ch
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