Printmedien im Stellenboom

Inseratestatistik von Schweizer Presse und VSW im März: Kommerzanzeigen entwickelten sich unterschiedlich

Inseratestatistik von Schweizer Presse und VSW im März: Kommerzanzeigen entwickelten sich unterschiedlichMit über 40 Prozent Zunahme erlebten Stellenanzeigen im März einen Rekordzuwachs. Aufwind gab es auch bei den kommerziellen Inseraten, allerdings profitierten verschiedene Titel und Zeitungskategorien sehr unterschiedlich.Der aufstrebende Stellenmarkt beschert den Zeitungen weiter tolle Gewinne: Um 41,4 Prozent wuchs das Volumen der Stelleninserate in den Schweizer Printmedien im März gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres, in Seitenzahlen gemessen ein absoluter Rekordzuwachs.
Erfreulich schnitten auch die kommerziellen Inserate ab. Gesamtschweizerisch legten sie um 4,5 Prozent zu. Allerdings verteilen sich die Gewinne sehr unterschiedlich auf die einzelnen Landesteile und Titelkategorien. Mit einem Plus von 11,2 Prozent hatte die Westschweiz dieses Mal die Nase vorn, vor dem Tessin (plus 3,3 Prozent) und der Deutschschweiz (plus 2,1 Prozent). In der deutschen Schweiz waren es zudem einmal mehr die auflagestarken Zeitungen (über 50000 Exemplare), die absahnen konnten, während die mittelgrossen und kleinen Titel sogar ein Negativwachstum auswiesen. Auch innerhalb der Zeitungsgruppen sind die Unterschiede enorm und reichen vom Spitzenreiter Blick mit einem Plus von 27,4 Prozent bis zur Basler Zeitung, die einen Verlust von 6,1 Prozent einfuhr.
Ein ähnlich differenziertes Bild zeigt sich bei den Wochenzeitungen. Zwar liegt das Gesamtergebnis in allen drei Landesteilen mit zwischen 11 und 13,2 Prozent plus deutlich über dem Vorjahresresultat. Auf die einzelnen Titel heruntergebrochen zeigen sich aber sowohl ausserordentliche Gewinner (Finanz und Wirtschaft plus 39,9 Prozent, Cash plus 24,4 Prozent) wie auch Verlierer (SonntagsZeitung minus 8,3 Prozent).
Einen hervorragenden März erlebten die Zeitschriften. Sie legten in der Deutschschweiz um 21,2 Prozent zu, und auch in der Romandie betrug ihr Inseratewachstum noch 6,3 Prozent. Mehr Geld verdient haben die Printmedien im März auch dank einer stark erhöhten Nachfrage nach vierfarbigen Anzeigen: Bei den Zeitschriften betrug ihr Zuwachs 22,1 Prozent, bei den Zeitungen sogar 31,5 Prozent.
Der Publicitas-Index der Werbeausgaben in der Tagespresse reflektiert die positive Gesamtentwicklung mit einer Zunahme um 1,7 Punkte auf 127,9 Punkte. Neben einer positiven Tendenz im nationalen Markt trügen nun zunehmend auch die Werbe-Investitionen in den lokalen Märkten zur Stärkung bei, schreibt die Publicitas. Daniel Schifferle
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