Lorenz Clormann wird ECD bei Wirz – Fernando Perez gönnt sich eine Auszeit

Lorenz Clormann verlässt Jung von Matt/Limmat und wird Executive Creative Director (ECD) bei Wirz. Er ersetzt Fernando Perez, der sich eine kreative Pause gönnen will.

Lorenz_Clormann

Mit Lorenz Clormann verpflichtet Wirz einen Top-Kreativen. Er war insgesamt sechseinhalb Jahre bei Jung von Matt/Limmat sowie zwei Jahre lang bei Publicis tätig. Dort zeichnete er unter anderem für den globalen Auftritt der Swiss verantwortlich oder lancierte mit der 20 Minuten-Design-Ausgabe für Samsung eines der wohl umstrittensten Werbeprojekte der letzten Jahre – es polarisierte in der Leserschaft und verzückte die Award-Jurys.

An Projekten wie diesen wird schnell ersichtlich, dass der Werber immer auch den Gestalter und Designer im Herzen trägt: «Meine Vision ist, dass Art schon in der Konzeption eine Rolle spielt und im Prozess mitwächst.» Clormann freut sich auf die neue Herausforderung, als einziger ECD mit Art Background die visuell-konzeptionelle Handschrift der Kampagnen von Wirz mitzuprägen. Seine Denke möchte er künftig auch in seinem neuen Team vermitteln: «Ich möchte all den jungen Art-Talenten vorleben, sich auch konzeptionell einzubringen und sie auf diesem Weg begleiten.»

Bei Wirz Communications folgt Clormann auf Fernando Perez, der seit 2014 bei Wirz als ECD amtete, seit 2018 Mitinhaber ist und die Agentur bis auf weiteres verlässt, um sich eine kreative Pause zu gönnen.

Werbewoche.ch hat sich beim frischgebackenen Wirz-ECD nach den Gründen für seinen Wechsel erkundigt.

 

Werbewoche.ch: Lorenz Clormann, was macht Wirz als neuen Arbeitgeber spannend?

Lorenz Clormann: Wirz hat sich verändert. Die Agentur denkt und arbeitet ohne Grenzen auf allen Feldern der Kreativität. Davon ein Teil zu sein und die innovative Ausrichtung voranzutreiben ist sehr spannend.

 

Was gab schlussendlich den Ausschlag für einen Wechsel zu Wirz?

Natürlich viele tollen Menschen, die ich persönlich sehr mag, aber auch sehr gerne mit ihnen arbeite. Und ich kann als einziger ECD mit Art Background die visuelle Handschrift der Wirz-Kampagnen mitprägen. Auf diese Herausforderung freue ich mich sehr.

 

Erfolgten die Anstellungsgespräche über Zoom oder fielen die Würfel schon vor der Coronakrise?

Das war noch vor Corona und Abstandsregeln, also ganz eng und kuschelig mit Livio, bei Kaffee und Gipfeli.

 

Neuer Arbeitsplatz – erster Eindruck?

Ich kann nun zu Fuss arbeiten gehen und über Mittag meine Familie zum Zmittag sehen. Also wunderbar. Sonst ist es natürlich wegen Corona sehr ruhig. Ich bin gespannt, wie sich dies nun alles entwickelt.

 

Sie waren seit 2016 bei Jung von Matt/Limmat tätig – eine verhältnismässig lange Dauer. Gab es bei der Agentur keine weiteren Herausforderungen oder Karrieresprünge?

Ich war ja auch schon vor Publicis bei Jung von Matt, also im ganzen sechseinhalb Jahre. Es war auf jeden Fall keine Entscheidung gegen die Agentur, sondern eine für meine Zukunft. Bei Jung von Matt fehlten mir persönliche Perspektiven.

 

Was werden Sie am meisten vermissen an der Zeit bei Jung von Matt?

Natürlich die Menschen. Mein Team.

 

Im Zuge unserer Recherche zeigte sich: Ihre Website wurde seit 2010 nicht mehr aktualisiert – wann gibt’s ein Update?

Autsch. Das ist ein wunder Punkt. Aber ich bin tatsächlich an einem Update dran, welches sich dann auch nicht nach späten 90er-Jahre anfühlt und aktuelle Arbeiten zu sehen sind. Bis dahin gibt es meine Arbeiten auf den aktuellen Medienmitteilungen von Wirz zu sehen.

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