Grüsse aus dem Homeoffice – Folge 33: Stephan Frey, Attackera

Stephan Frey, CEO der auf Programmatic Advertising spezialisierten Performance-Marketing-Agentur Attackera, beantwortet die Fragen der 33. Folge unserer Serie «Grüsse aus dem Homeoffice».

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Werbewoche.ch: Wie lange befinden Sie sich schon im Homeoffice?

Stephan Frey: Seit dem 25.3. Ich wurde quasi von meinem Urlaub direkt ins Homeoffice eingeflogen. Das Virus hat mir mein dreimonatiges Sabbatical ruiniert. Ich wurde erst gerade richtig warm mit dem Surfboard.

 

Befindet sich Ihre ganze Agentur im Homeoffice?

Ja, das sind sage und schreibe sieben Leute.

 

Hatten Sie oder Ihre Agentur bei der Einrichtung mit technischen Problemen zu kämpfen?

Nö, überhaupt nicht. Wir suchen eigentlich immer den effizientesten Weg und haben bereits von Anfang an auf Cloud-Lösungen gesetzt.

 

Wo haben Sie sich eingerichtet?

Ich habe mich bis anhin immer gesträubt von zuhause aus zu arbeiten. Nun musste ich mir zwischen Wäscheständer und Entsorgungskartons Platz schaffen. Ich fühle mich aber puddelmunter hier und weiss die Ruhe zu schätzen.

 

Was benötigen Sie alles, um den Betrieb während der Corona-Zeit aufrechthalten zu können?

Das Internet und funktionierende Devices. Einer Mitarbeiterin von mir ging der Laptop kaputt. Die Aufregung war gross!

 

Haben Sie Homeoffice-Erfahrung oder handelt es sich um eine Premiere?

Ich arbeite eigentlich ständig von unterwegs aus. Das ist auch der Teil, den ich am meisten schätze. Ich bin gerne «on the road», bin ein grosser Fan der SBB und ZVV und lasse meine Energie gerne auf der Strasse.

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Welche Prozesse gestalten sich im Vergleich zum normalen Agenturalltag schwierig?

Wir sind eine Agentur, die grossen Wert auf das soziale Zusammenleben legt. Gäbe es eine Agentur-Mario-Kart-Challenge würde die Attackera die Plätze 1 bis 7 belegen. Ansonsten sehe ich keine Prozesse, die sich schwieriger gestalten, ausser vielleicht, dass meine Motivationsreden nicht mehr so euphorisch rüberkommen.

 

Welche Arbeiten klappen problemlos?

Ausser der Kommunikation sehen wir keine Beeinträchtigungen.

 

Gibt es etwas, was sogar einfacher oder produktiver funktioniert im heimischen Büro?

Aus der Sicht des Geschäftsführers gesprochen, ist die Distanz teilweise noch hilfreich. Ich habe deutlich mehr produktive Zeit für mich und kann mich stärker konzentrieren.

 

Was tun sie dagegen, dass Ihnen die Decke auf den Kopf fällt?

Stand-Up-Paddeln. Leute: Zieht nach Horgen. Der See gibt mir ungemein viel.

Standup-Padel

Hat sich bei Ihnen schon so etwas wie ein Homeoffice-Koller bemerkbar gemacht?

Absolut! Ich finde auch interessant, wie die Stimmungskurven der einzelnen Mitarbeitenden funktionieren. Der Homeoffice-Koller kommt früher oder später aber bei allen.

 

Was vermissen Sie am meisten am physischen Agenturalltag?

Natürlich ziehen wir auch im Homeoffice an einem Strang. Das Gefühl ist aber logischerweise stärker, wenn wir alle zusammen sind. Zudem haben wir einen Agentur-Song, den ich gerne mal wieder mit der versammelten Mannschaft grölen würde.

 

Sind Sie zuversichtlich, dass Ihre Agentur die Krise unbeschadet überstehen wird?

Unbeschadet ganz sicher nicht. Aber wir kommen durch.

 

Bekanntlich hat alles auch seine positiven Seiten. Was ist es in Ihrer aktuellen Homeoffice-Situation?

Meine Freundin und ich haben wieder längere und intensivere Dates. Schön zu sehen, dass ich bei der Partnerwahl ein gutes Händchen hatte.

 

Wann und wieso haben Sie im Zusammenhang mit dem Homeoffice zum letzten Mal gelacht?

Ich habe mich zum Game-Nerd entwickelt. Als ich den Donnerfluch von Ganon («Zelda – Breath of the Wild») besiegt habe, rutschte ich auf den Knien durch die Wohnung (stimmt nicht ganz – aber so ungefähr).

 

Auch wenn Sie keine Kristallkugel besitzen: Rechnen Sie damit, dass die aktuelle Situation noch lange andauern wird?

Ich habe keinen blassen Schimmer.

 

Was möchten Sie Ihren Branchenkolleginnen und -kollegen mit auf den Weg durch die Krise geben?

Ich glaube meine Branchenkolleginnen und -kollegen brauchen meinen Rat nicht. Wir sind eine innovative, kreative, humorvolle und geschäftige Branche. Die kriegen das schon hin!

 

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Das Coronavirus hat die Gesellschaft fest im Griff. Wer zuhause bleiben kann, bleibt zuhause. Auch die Werbe-, Kommunikations- und Marketingbranche verlagert den Betrieb grossflächig ins Homeoffice. Mit der Serie «Grüsse aus dem Homeoffice» beleuchtet Werbewoche.ch den Berufsalltag in den heimischen vier Wänden.

Alle Folgen im Überblick:

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