Grüsse aus dem Homeoffice – Folge 12: Karin Estermann, Inhalt und Form

Karin Estermann, Kreativ-Chefin bei Inhalt und Form, meldet sich aus ihrer Stadtzürcher Wohnung oberhalb der Langstrasse. Sie ist die zwölfte Kandidatin unserer Serie «Grüsse aus dem Homeoffice».

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Karin Estermann ist Kreativ-Chefin und Inhaberin der LSA Werbeagentur «Inhalt und Form». Neu kann sie auch Brot und Zöpfe backen.

 

Werbewoche.ch: Seit wann befinden Sie sich im Homeoffice?

Karin Estermann: Seit gefühlten drei Monaten – aber in Wirklichkeit seit Mitte März, als es so richtig losging mit Corona.

 

Befindet sich Ihre ganze Agentur im Homeoffice?

Ja, alle 26 Personen: Kreation, Polygrafen, Beratung, MarTec und Media.

 

Hatten Sie bei der Einrichtung Ihres Arbeitsplatzes mit technischen Problemen zu kämpfen?

Nein, ich hatte nur Mühe, meinen Platz zu finden in der Wohnung. (Ich bin mit dem Küchentisch unterwegs, da wir zu wenig Tische haben.)

 

Wo haben Sie sich eingerichtet?

Im Wohnzimmer mit Sicht auf die Langstrasse – welche wahnsinnig leer ist.

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Was benötigen Sie alles, um Ihrer Tätigkeit nachgehen zu können?

Meine Mitarbeiter, Kaffee, iMac, Handy, Swisscom.

 

Haben Sie Home-Office-Erfahrung oder handelt es sich um eine Premiere?

Ich bin eher der Agentur-Mensch und bin gerne unter Leuten. Daher ist das neu für mich. Aber es geht ganz gut.

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Aufgrund der bisherigen Erfahrungen: Welche Prozesse gestalten sich im Vergleich zum normalen Agenturalltag schwierig?

Schulterblicke und Rehearsals sind anstrengender und brauchen mehr Disziplin. Wir machen gerade einen Pitch komplett aus dem Homeoffice – nicht ganz einfach. Grundsätzlich braucht es viel mehr Kommunikation – mehr denn je, das betrifft alle Stufen, bis hin zum Lehrling.

 

Welche Arbeiten klappen problemlos?

Eigentlich klappt alles okay. Ein paar Dinge laufen einfach ein bisschen anders als bis anhin, aber es ist auch mal gut, die eigenen Arbeitsweisen zu überdenken.

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Gibt es etwas, was sogar einfacher oder produktiver funktioniert im heimischen Büro?

Die Mitarbeiter sind super pünktlich in Sitzungen – mit einem Klick sozusagen. Und nie ist ein Sitzungszimmer besetzt. Auch Brainstormings funktionieren gar nicht so schlecht. Zudem ist ein kurzer Call oft effizienter als eine Sitzung.

 

Falls die Homeoffice-Phase noch länger dauern sollte: Was tun sie dagegen, dass Ihnen nicht die Decke auf den Kopf fällt?

Ich bin bereit – auch falls es länger dauern sollte. Ich habe neue Hobbies (siehe Fotos), treibe regelmässig Sport, gehe täglich raus an die frische Luft. Zudem mache ich viele Face Time-Calls mit Freunden und Familie.

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Was vermissen Sie am meisten am physischen Agenturalltag?

Es ist mir etwas zu ruhig im Homeoffice. Ich vermisse die Menschen und den persönlichen Austausch. Die guten Vibes in Teams, die Playlist der Kreation und Produktion, Small Talks, sowie den realen «Prosecco-Friday».

 

Sind Sie zuversichtlich, dass Ihre Agentur die Krise unbeschadet überstehen wird?

Wir sind in unserer Agentur gut aufgestellt und arbeiten auch sonst in schlanken Strukturen. Somit denke ich, wir werden auch diese Herausforderung meistern. Wir hoffen ja alle, dass das Ende dann mal absehbar wird.

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Bekanntlich hat alles auch seine positiven Seiten. Was ist es in Ihrer aktuellen Homeoffice-Situation?

Die Wohnung ist so sauber, wie noch nie. Mein Kleiderschrank ist aufgeräumt, und ich habe endlich die Leute in unserem Haus kennengelernt. Zudem hat das Kochen wieder einen höheren Stellenwert in meinem Leben bekommen.

 

Was möchten Sie Ihren Branchenkolleginnen und -kollegen mit auf den Weg durch die Krise geben?

Positiv bleiben und sich auf das Leben nach der Krise freuen.

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Das Coronavirus hat die Gesellschaft fest im Griff. Wer zuhause bleiben kann, bleibt zuhause. Auch die Werbe- und Kommunikationsbranche verlagert den Betrieb grossflächig ins Homeoffice. Mit der Serie «Grüsse aus dem Homeoffice» beleuchtet Werbewoche.ch den Berufsalltag in den heimischen vier Wänden.

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