EMBA für Marketeers: Sprungbrett zum Chefsessel

Der vorangehende Artikel hat erklärt: Der EMBA ist für Kaderleute ausgelegt und hat dementsprechend höhere Anforderungen an die Teilnehmenden. Das Adjektiv «Executive» weist zudem darauf hin, dass das Weiterbildungsstudium berufsbegleitend ist. Ein EMBA ist tendenziell individueller gestaltbar und darauf ausgerichtet, die schon vorhandene Führungserfahrung der Teilnehmenden zu stärken. Es handelt sich um einen weltweit anerkannten […]

Der vorangehende Artikel hat erklärt: Der EMBA ist für Kaderleute ausgelegt und hat dementsprechend höhere Anforderungen an die Teilnehmenden. Das Adjektiv «Executive» weist zudem darauf hin, dass das Weiterbildungsstudium berufsbegleitend ist. Ein EMBA ist tendenziell individueller gestaltbar und darauf ausgerichtet, die schon vorhandene Führungserfahrung der Teilnehmenden zu stärken. Es handelt sich um einen weltweit anerkannten Titel und fördert dadurch die berufliche Mobilität auf interna­tionalem Niveau.

Marketing Manager wird CEO

Schlussendlich sind die Studierenden auf dem Markt gut aufgestellt, beherrschen ein vernetztes, praxisorientiertes Denken und besitzen ein spezialisiertes Know-how auf Basis der individuell gewählten Lehrgänge – sei es im Marketing, Verkauf oder in der Kommunikation.Gerade in diesen Bereichen ist ein EMBA ein gern gesehener Abschluss. Er dient nicht wenigen als Karrieresprungbrett – vom Marketing Manager zum CEO eines gros­sen Unternehmens. Oder um sich selbständig zu machen.

Marketing ohne online – unvorstellbar

«Die meisten Studierenden, die zu uns gelangen, haben beruflich schon einiges erreicht und wollen nun spezifisches BWL-Wissen aufbauen, oder ihr Studium liegt weiter zurück und sie wollen mit der Digitalisierung mithalten», erklärt Caroline Kähr Serra, Co-Leitung Weiterbildung am Institut für Marketing und Unternehmensführung der Universität Bern (IMU).Denn der EMBA hat sich insbesondere in der Marketing-Branche über die Zeit stark verändern müssen. «Ein Marketing ohne online ist schlicht nicht mehr denkbar. Bei uns stellt das Online-Marketing 50 Prozent des Unterrichts dar», bestätigt Kähr Serra. Zudem ist das Arbeiten mit Modellen zentral geworden. Dazu gehören das Käuferverhaltensmodell oder das Konkurrenzverhalten, welche intensiv im Unterricht behandelt werden.«Direkt im Bereich Digital angesiedelt sind unsere beiden «CAS Digitale Transformation» und «CAS Onlinemarketing und Social Media». Diese lassen sich zusammen mit einem dritten CAS zum EMBA kombinieren», stellt die Leiterin vor. Generell können die Studierenden aus verschiedenen CAS-Lehrgängen auswählen und so ihren Abschluss auf sich selbst abstimmen.

Führungskräfte, die ins Marketing wechseln

Auch bei der Kalaidos Fachhochschule können die Studierenden die Lern-Bausteine selbst zusammenstellen. «So können beispielsweise die Marketingthemen mit anderen Fächern wie Leadership, Digitalisierung, Psychologie oder Strategisches Management ergänzt werden», erklärt Maika Lange, Studiengangsleiterin bei der Kalaidos FH.Das Studium selbst dauert insgesamt zwei Jahre. Dabei wählen die Studierenden zwischen den Unterrichtsvarianten Vollpräsenz (16–18 Unterrichtstage), Teilpräsenz (9–11 Unterrichtstage) sowie Online (keine Präsenz) aus. «Wir sprechen spezifisch Führungskräfte an, die entweder bereits im Marketing tätig sind und sich ein Know-how-Update holen möchten, oder Führungskräfte, die in den Marketingbereich wechseln möchten und fundiertes, praxisbezogenes und aktuelles Marketing-Wissen benötigen», so Lange.

Zukunft mitgestalten

Bei der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) gibt es den EMBA seit 2004. «Wir haben den Stu­dien­gang immer wieder aktualisiert und weiterentwickelt. Neue Themenfelder wurden aufgenommen, die Auslandswoche an der Darden School of Business kam hinzu. ­Zuletzt wurde der Studiengang umfassend überarbeitet mit dem Fokus, eine integrierte Perspektive zu bieten, welche die alte mit der neuen digitalen Marketingwelt ­zusammenführt», stellt Michael Grund, Leiter des Center for Marketing & Sales an der HWZ, vor.Dabei entscheiden sich die Studierenden entweder für den Themenbereich General Management oder Marketing. «Dies sind getrennte Studiengruppen. Das Thema Digitalisierung hat im Studienprogramm natürlich einen hohen Stellenwert.Darüber hinaus bietet die HWZ mit ihrem Institute for Digital Business eine Reihe von CAS und einen MAS mit Fokus auf ­digitale Themen an», erläutert Grund weiter. Die Studierenden im EMBA-Marketing arbeiten in der Regel weiterhin zu 100 Prozent, wobei wenige auf 80 Prozent reduzieren.«Damit sind die Studierenden nicht nur inhaltlich auf dem neusten Stand und können Themen erarbeiten, sondern setzen diese gleich um und können so die Zukunft des Unternehmens entscheidend mitgestalten.» Das Studium dauert eineinhalb Jahre, wobei der Präsenzunterricht 13 Monate dauert. Anschliessend folgt die Masterarbeit.

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