«Ein superfancy Creative Room mit farbigen Möbeln»

Was ihm sonst noch nicht ins Büro kommt – Moritz Adler, Partner und Creative Director der Berner Agentur Formeldrei, verrät es in unserer Serie «13 Fragen».

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1. Sie könnten Ihr Smartphone einen Tag lang mit dem einer anderen Person tauschen. Würden Sie? Und falls ja, mit wem?
Ja klar, wer macht mit? Einfach melden …

2. Für was würden Sie einen Monat gratis arbeiten?
Da kann ich mich schlecht entscheiden: Entweder fürs Marzili den ganzen August lang als Bademeister oder in der Forstwirtschaft mit einer grossen Motorsäge.

3. Wo und wie haben Sie in Ihrem Leben schon einmal geblufft?
Ich erzähle manchmal meinen Buben erfundene Abenteuergutenachtgeschichten mit mir in der Hauptrolle.

4. Wären Sie nicht Werber geworden, was dann?
Fotograf. Und das wär ich ab und zu immer noch gerne.

5. Ein Buzz-Wort, das Ihnen auf die Nerven geht?
Das Feedback «So, aber anders …» löst bei mir einen ganz difusen Buzz aus …

6. Was kommt Ihnen auf keinen Fall ins Büro?
Ein superfancy Creative Room mit farbigen Möbeln, Jukebox und Flipperkasten.

7. Gab es in Ihrem Leben einen Moment, als Sie dachten: Wow. Das ist super. Und es ist von mir!
Mit jung war ich ein Fan von Stephan Remmler (Trio). Als Grafiker durfte ich sein neuestes Soloalbum gestalten (1, 2, 3, 4. …). Darauf bin ich immer noch stolz.

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8. Fallen Sie auf Werbung herein? Wann?
Ich falle immer wieder auf die fetten Trailers der neuen Blockbusters rein. Nach dem Film und spätestens beim Happy End bin ich dann meist enttäuscht.

9. Worauf können Sie unmöglich verzichten?
Ich glaube, an dieser Stelle muss ich «Bier» schreiben.

10. Schon mal überlegt, die Werbebranche zu verlassen?
Klar, man muss sich ab und zu hinterfragen. Am Abend heisst es aber immer: Schuster bleib bei deinem Leisten …

11. Welchen Werbeträger finden Sie abscheulich?
Den faltbaren Würfel, der aus dem Kuvert springt. Oder billige Werbegadgets, die gleich in den Müll fliegen.

12. Wieso würden Sie Ihren Kindern zuraten oder abraten, eine berufliche Zukunft in der Werbung/Kommunikation zu suchen?
Beides nicht. Ich hoffe, meine Buben finden ihren Beruf, den sie gerne ausüben. Wenn es diese Branche sein soll, dann soll es so sein.

13. Wie wissen Sie bei einer Idee, dass sie gut ist?
Wenn ich mich schon vor der Präsentation auf die Realisation freue.

Moritz Adler ist Partner und Creative Director der Berner Kommunikationsagentur Formeldrei, die er 2007 mit Marco Mesot und Christian Wüthrich mit begründete und die heute elf Mitarbeitende zählt. Zuvor war er selbstständiger Grafic Designer beim Büro Destruct. Seine Lehrjahre verbrachte er bei Contexta, wo er nach dem Abschluss als Lehrling einige Jahre als Grafiker und später Art Director wirkte. Die Wanderjahre führten Moritz Adler bis nach Los Angeles. In Hollywood gestaltete er Movie Posters für die Spezialisten von Crew Creative. Der zweifache Familienvater zeichnet verantwortlich für viele Markenauftritte sowie On- und Offline-Kampagnen bekannter Brands wie Parisienne, Red Bull, Toblerone, Publisuisse, Smarties, BLS oder den Libero-Tarifverbund. Mit grosser Leidenschaft engagiert er sich auch für Kunden aus dem kulturellen Bereich, z.B. seit 2008 mit der Werbung für das Berner Gurtenfestival oder mit Artworks für Künstler wie Bligg, Florian Ast, den Lovebugs, Zweiraumwohnung, Adrian Stern, Bastian Baker u.a.

Die «13 Fragen» erscheinen sowohl Online wie auch in der Printausgabe der Werbewoche.

Umsetzung 13 Fragen: Thomas Häusermann

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