Liechtensteiner Volksblatt wird eingestellt

Es hatte sich bereits abgezeichnet, jetzt steht es fest: Liechtenstein verliert mit dem Liechtensteiner Volksblatt seine älteste Tageszeitung.

Es hatte sich bereits abgezeichnet (werbewoche.ch berichtete), jetzt steht es fest: Liechtenstein verliert seine älteste Tageszeitung. Das seit 1878 erscheinende Liechtensteiner Volksblatt wird mangels wirtschaftlicher Perspektiven eingestellt. Der Entscheid pflügt die Medienlandschaft des Fürstentums um und hat Auswirkungen in der Politik.

Die Einstellung wurde am Dienstag von der Generalversammlung des Verlagshauses einstimmig beschlossen, wie die Liechtensteiner Volksblatt AG mitteilte. Die Generalversammlung folgte damit einem Vorschlag des Verwaltungsrates. Dreissig Mitarbeitende stehen ohne Anstellung da.

Das Volksblatt kämpfte mit dem Abfluss von Werbegeldern an grosse Internetfirmen und mit stetig zurückgehenden Printabonnementen. Zuletzt lag die normale Auflage bei noch 3800 Exemplaren.

Die Zeitung stand der Fortschrittlichen Bürgerpartei nahe. Die staatstragende Partei verliert mit der Einstellung ihr mediales Sprachrohr. (sda)

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