SRG SSR verteidigt Kultur-Sparkurs

Das Schweizer Fernsehen SRG SSR wehrt sich gegen Kritik an Einsparungen in seinem Kulturprogramm. In einer Stellungnahme von Donnerstag verteidigte SRG SSR sein Engagement – besonders in der audiovisuellen und musikalischen Schweizer Produktion.

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SRG-SSR-Generaldirektor Gilles Marchand betonte gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass das Service-public-Medienunternehmen versuche, in allen Regionen der Schweiz zwei Ziele zu erreichen: das Interesse an der Kultur und allen seinen Formen zu steigern und die richtige Kombination aus Radio, Fernsehen und digitalen Angeboten zu finden.

Zudem unterstütze die SRG SSR weiterhin zahlreiche Festivals, auch wenn diese wegen der Coronavirus-Pandemie und deren Bekämpfung ausgefallen oder verschoben worden seien, erinnerte Marchand.

Das Schweizer Syndikat Medienschaffender SSM hatte die SRG SSR am Dienstag aufgefordert, den kulturellen Kahlschlag zu stoppen und die Konzession zu respektieren. Unter dem Deckmantel der digitalen Transformation werde die Kulturberichterstattung zunehmend marginalisiert.

Die SRG unterwerfe sich der Marktlogik und spare im grossen Stil bei der Kulturberichterstattung in allen Landesteilen. In der französischsprachigen Schweiz sei die Neukonzeption des Kulturradios Espace 2 bereits im vergangenen Frühjar abgeschlossen worden. Auf dem früheren Kultursender laufe nun ein Musikprogramm. Audio- und Videobeiträge fänden sich vermehrt Online, kritisierte SSM. (SDA)

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