Redaktionen von Zürcher Tamedia-Zeitungen arbeiten stärker zusammen

Die Tamedia-Zeitungen im Kanton Zürich weiten die bestehende redaktionelle Zusammenarbeit auf die kantonale Berichterstattung aus. Dazu wird das Redaktionsnetzwerk Zürcher Zeitungsverbund mit rund 90 Journalistinnen und Journalisten gebildet. Der Umbau führt zu einem Stellenabbau.

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Bis anhin hatten der Tages-Anzeiger und die Zürcher Regionalzeitungen (Der Landbote, Zürichsee-Zeitung und Zürcher Unterländer) eine eigenständige Berichterstattung zu kantonalen Themen. Nun soll die in den Mantelressorts bereits bestehende Zusammenarbeit auch auf die kantonale Berichterstattung ausgeweitet werden, wie die zur TX Group gehörende Tamedia am Dienstag mitteilte.

Die Neuorganisation führt voraussichtlich zum Abbau «einzelner Vollzeitstellen», wie Nicole Bänninger, Kommunikationsverantwortliche von Tamedia, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Der Abbau soll soweit wie mögliche über natürliche Fluktuation, interne Wechsel oder andere Anschlusslösungen erfolgen. Andernfalls werde ein Sozialplan angewendet.

Nicht gerüttelt werden soll laut Bänninger an den verschiedenen Redaktionsstandorten. Diese seien für die regionale Berichterstattung wichtig.

Der Zürcher Oberländer, an dem Tamedia zwar beteiligt ist, aber keine Aktienmehrheit hält, ist ebenfalls Teil der Kooperation. Er ist bereits jetzt Teil des Verbunds der Zürcher Regionalzeitungen.

 

Umsetzung auf den 1. Juni geplant

Die Leitung des neuen Zürcher Zeitungsverbunds übernimmt laut Mitteilung Benjamin Geiger, der weiterhin Chefredaktor der Zürcher Regionalzeitungen bleibt. Priska Amstutz und Mario Stäuble, die Co-Chefredaktoren des Tages-Anzeigers, sollen ebenfalls massgeblich für das Projekt verantwortlich sein.

Die Detailplanung soll in den kommenden Monaten unter Einbezug der Redaktionen stattfinden. Die Umsetzung ist auf den 1. Juni 2021 geplant. (SDA)

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