Lokalzeitung Frutigländer verschwindet nun doch nicht

Die Berner Oberländer Zeitung Frutigländer soll weiterhin erscheinen. Noch vor zwei Wochen hatte das Lokalblatt sein Ende per 30. Juni angekündigt. Laut dem Verlag zeichnet sich nun eine Lösung ab.

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Der Frutigländer bleibt bestehen. (Bild: Mark Pollmeier)

 

Die Ankündigung der Einstellung habe in der Bevölkerung und in den Gemeinden des Frutiglandes grosse Betroffenheit ausgelöst, schreibt Verleger Richard Müller auf der Webseite des Frutigländer. Demnach kam es zu einem Treffen mit Vertretern aller Gemeinden der Talschaft.

Der Frutigländer gibt auch den Frutiger Anzeiger heraus, das amtliche Publikationsorgan der Gemeinden Adelboden, Aeschi, Frutigen, Kandergrund, Kandersteg, Krattigen und Reichenbach im Kandertal. Abonnenten des Frutigländer erhalten den Anzeiger als Beilage.

Laut Verlagsmitteilung wurde eine Arbeitsgruppe gebildet mit dem Ziel, den Frutigländer zu erhalten. Klar sei schon heute, dass der Frutigländer auch nach dem 30. Juni erscheinen werde – mit «leicht geänderten Erscheinungsbild» und angepasstem Konzept.

Als Verleger amtet neu Richard Müller aus Gstaad, dessen Verlag den Anzeiger von Saanen herausgibt. Es sei ihm bewusst, dass «noch grosse Herausforderungen zu bewältigen sind», schreibt Müller. Der Verleger soll mit den beteiligten Partnern ein wirtschaftlich und publizistisch tragbares Konzept entwickeln.

Mit den betroffenen Mitarbeitenden in Verlag und Redaktion würden in den nächsten Tagen Gespräche geführt, hiess es weiter. Die Mitarbeitenden hatten zunächst die Kündigung erhalten, als der Verlag Ende Mai wegen drastischem Umsatzeinbruch die Einstellung der Zeitung bekanntgab.

Nicht mehr an Bord ist der bisherige Verleger Bernhard Egger. Er scheide Mitte Juni aus dem Verwaltungsrat der Frutigländer Medien aus, heisst es in der Mitteilung. Egger hatte den Frutigländer 2005 mitbegründet. (SDA)

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